Edictalladungen.
495) Die hierselbst unbekannten Erben des dahier mit Tode abgegangenen Kaufmanns Heinrich Heckmann, sowie alle diejenigen, welche auf sonstige Weise an dessen geringen Nachlaß Ansprüche zu haben vermeinen, werden hierdurch edictaliter aufgefordert, im Termin
Montag den 30. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, vor unterzeichneter Gerichtsstelle entweder persönlich, oder durch gehörig Bevollmächtigte zu erscheinen, und ihre etwaigen Ansprüche an den Nachlaß des Verstorbenen bei Strafe der Ausschließung anzumelden und gehörig zu begründen.
Marburg am 15. Mai 1834.
Kurfürstlich Hessisches Landgericht'. Wilkens.
Zur Beglaubigung Schmidt.
555) Maria Katharina, des verstorbenen Schuhmachers Heinrich Balthasar Clauß Wittwe zu Gießen, entlieh unterm 9. April 1803 bei der hiesigen Armenkasse ein Kapital von 75 st., welches laut beigebrachter Bescheinigung am 8. Juli 1816 wieder abgetragen worden.
Eine Löschung des Eintrags im Hypothekenbuch kann indessen nickst statefiuden, weil die über das Darlehn sprechende Schuld- und Pfandverschreibung verloren gegangen ist, und es werden daher deren etwaiger Inhaber oder wer sonst an dieselbe oder aus derselben Ansprüche bilden zu können glaubt, aufge- forvert, solche'so gewiß binnen 3 Monaten von heute an dahier geltend zu machen, als sie sonst damit nicht weiter gehört und die erwähnte Schuld- und Pfandverschreibung für mortificirt erklärt werden wird.
Gießen den 10. Juni 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht das. Müller.
553) Da der Heinrich Schmidt, Buchbinder zu Gleiberg, die Anzeige gemacht hat, daß er nach Amerika auszuwandern gesonnen sei, so werden alle, welche Forderungen an denselben zu machen haben, hierdurch aufgeforderr, solche' in deck auf
Donnerstag den 3. Juli l. I.
anberaumten Termin dahier anzumclden, indem nach Ablauf dieses Termins das Vermögen zur Erpvrtation überwiesen wird.
Atzbach den 7. Juni 1834.
Königl. Preuß. Justiz-Amt.
Disterweg.
Versteigerungen.
556) Nachbenannte, der Schreinermeister Joh. Melchior Frech's Wittwe gehörigen Immobilien, als:
7,2 Klftr. Haus, Hinterhaus mit Stall, Schweinstall und Grund an Heinrich Draudt, 7'X kr. Zins dem Fiscus;
121,9 Klftr. od. 36 Rch. Garten am Nahrungsberg an Wilhelm Weidig, B. S., 1 st. 4 Alb. Zins in K. Kasten;
71,7 Klftr. od. 21 Rth. 3 S. Garten daselbst, an Martin Mergott Wittwe, 9 Alb. 4 Hlr. Zins in K. Kasten, sollen im Termin den 15. Juli d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Wege der Hülfsvollstrecknng auf dahicsigem Rathhauö öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen den 27. Mai 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht.
Müller.
517) Montag den 7. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus' folgende, zum Nachlaß der Wittwe des Großh. Hofger.-Adv. I)r. Liebknecht gehörende Immobilien, nämlich:
1) 96,7 l) Kl. Haus, Zwerchbau, Scheune, Schweinstall und Grund an Gottfried Conrad Fillmann;
2) 1611,6 [] Kl. oder 479,8 Ruth. Wiese in der Lichtenau am grünen Weg an Postmeister Kempf u. Georg Kahl; zhntfrei.
3) 383,8 [J Kl. od. 113,5/16 Rth. Wiese, jetzt Acker in der Lichtenau am grünen Weg an Peter Seipp und Christian Schneider; zehntfrei.
4) 254,6 [] Kl. od. 75 %6 Rth. Garten auf dem Gartfeld an Philipp Möhl; zehntfrer.
5) 359,7 [] Kl. od. 1063/16 Rth. Garten bei dem Jughardsbrunncn an Peter Verdrieß;
6) — — von dem Srizerpförtne.r Zehnten; «er &rl>tyeilun$ wegen meistbietend unter beit int Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden. Sowohl auf den Gebäuden, als auf den Grundstücken kann ein Theil des Kaufpreises verzinslich stehen bleiben.
Zugleich werden alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß der Wittwe des Gr. Hofger.-Adv. vr. Liebknecht bilden zu können glauben, aufgefordert, dieselben so gewiß bis zum 7. Juli d. I. bei dem Unterzeichneten anzugeben, als sonst der fragliche Nachlaß ohne Rücksicht auf sie, unter die Erben vertheilt werden wird. Gießen den 22. Mai 1834.
In Auftrag Großherz. Hofgerichts dahier Haberkorn,
Gr. H. S. Acceffist.
530) Montag den 16. d. M., soll das Gras zu Heu und Grummet von den, den Erben des verstorbenen Herrn Karl Müller gehörigen Wiesen, nämlich von
1) 115 Ruthen an der Marburger Chaussöe,


