Ediclalladungen.
588) Aufforderung. Deimel Lepper auf der Leppermühle bei Großcnbuseck hat nachstehende Kapitalien aufgenommen:
a) am 16. December 1772 bei Geheimenrath El- werts Wittwe $n Gießen, 600 fl.;
b) am 13. Juli 1772 bei Luvwig Heinrich Planken Wittwe zu Gießen, 400 fl.;
c) am 20. December 1773 bei Pfarrer Busch zu Gießen, 1200 fl.;
d) am 27. Januar 1802 bei Frau Hauptmann v. Knoblauch zu Eschwegen, 400 fl.;
c) am 18. Juni 1805 bei Frau Forstmeister Kramer zu Gießen, 400 fl ;
f) am 31. Januar 1811 bei Frau Hofräthin Reich in Romrod, 50 fl.
Alle diese Kapitalien sollen kn der Folge abgetragen worden, die darüber ausgefertigten gerichtlichen Schuldverschreibungen aber abhanden gekommen seyn, ohne daß dieselben in dem Hppothekenbuch gelöscht worden. Johannes Lepper, der dermalige Besitzer der für jene Darlehen verpfändeten Immobilien, beabsichtigt eine anderweite Verpfändung derselben, weshalb auf feinen Antrag alle diejenigen, welche auf sie aus gedachten Schuldverschreibungen irgend einen Anspruch glauben bilden zu können, aufgefordert werden, denselben so gewiß binnen 4 Wochen,, von heute an, dahier anzuzeigen und zu begründen, als sonst gedachte Schuldverschreibungen in dem Hypothekenbuch werden gelöscht werden.
Gießen den 25. Juni 1834.
Großherz. Hess. Landgericht das.
P l o ch.
645) Anton und Anna Sabina Muhly aus Al- lendorf an der Lumda haben nach dem hiesigen Hy- pothckenbuche der geistlichen Wittwencaffe dahier am 19. Januar 1824 wegen 400 fl. zu 5 pCt. eine Anzahl Grundstücke verpfändet, die dcsfalls ausgefertigte gerichtliche Schuldverschreibung aber angeblich verloren; der etwaige Besitzer derselben wird daher aufge- fordcrt, seine Ansprüche daran innerhglb 4 Wochen so gewiß dahier geltend zu machen, gegenfalls die Schuldverschreibung für mortificirt erklärt und der Eintrag im Hypothekeubuche gelöscht werden wird.
Meßen am 9. Juli 1834.
Großherzogl. Hess. Landgericht das.
P l o ch. W o r t m a n n.
600) Nachdem über das Vermögen des Conrad Zöller, Wilhelms.Sohn, zu Kirchgöns, von Großh. Hofgericht der förmliche Concurs erkannt worden, so werden dessen bekannte und unbekannte Gläubiger-hierdurch aufgefordert, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse im Termin
Freitag den 5. September d. I., Vormittags 8 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte ihre Forderungen
anzugeben und zu begründen, auch etwäige Vorzugsrechte geltend zu machen und sich der geeigneten Ver, gleichsvorschläge zu gewärtigen.
Gießen am 25. Juni 1834.
Grvßherz. Hess. Stadtgericht.
Müller.
Versteigerungen.
599) Der Bürger und Schneidermeister Andreas Stephan und dessen am 31. Mai d. I. gestor, bene Wittwe, Wilhelmine geborne Wagner dahier, haben am 1. December 1825 bei unterzeichnetem Gerichte eine letzte Willens-Disposition hinterlegt.
Zur Eröffnung dieser Disposition ist Termin auf Samstag den 2. August d. I., Vormittags 10 Uhr, anberaumt, und werden daher alle Interessenten kraft dieses hiermit vorgeladen, in diesem Termine ihr Interesse anzugeben, und sich der Eröffnung zu gewärtigen. Gießen am 21. Juni 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r.
531) Das in dem Hausgarten des Gastwirths zum Adler, Philipp Büßer dahier, gelegene Kegelhaus nebst Zugehör, soll
Montag den 14. Juli l. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Garten selbst, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, Schulden halber auf den Abbruch öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen am 29. Mai 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht.
Müller.
621) Nachstehende, der Ehefrau des gewesenen Stadtrechners Dietz, gebornen Frech, dahier zustehende Grundstücke, als:
37 Rth. 3 S. Garten in der Scheppeck an Peter Gail,
26 „ 9 „ Garten am Hamm, an Christ. Bals. Magnus, .
sollen Montags den 14. Jul. d. I,, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Nathhause meistbietend versteigert werden. Gießen am 4. Juli 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht. Müller.
641) Dienstag den 29. b. M., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathbaus 2 Stück blaues und 1 Stück graues Tuch, im Wege der Hülfsvoll- streckung, zur Versteigerung gebracht werden.
Gießen den 8. Juli 1834.
Großherz. Hess. Stadtgericht das.
In Abwesenheit des Dirigenten Zimmermann.


