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715) Auf Requisition des König!. Preußischen Justizamts Atzbach sollen nachstehende, den Kindern des Görg Wilhelm Speier von Launspach zugehörigen Eüterstücke Gießer Gemarkung, als:

237,1 Kl. 70 Rth. S. Wiese in der Lichtenau an Johs. Tertor,

444 131 1 Acker am Grünenweg an Pet. Seipp, giebt 3 Kpf. 1 Gesch. 2 Ms. Korn, 1 Sr. 1 Msch. Hafer d. Fiscus.

357,2 105 7 Acker in der Lichtenau an Johannes Schäfer, giebt 3 Kpf. 1 Esch. 1 Msch. Korn u. 1 Sr. Hafer d. Fiscus,

Donnerstags den 18. Sept. d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhaus unter den alsdann eröffnet wer­denden Bedingungen meistbietend versteigert werden.

Gießen am 5. Aug. 1834.

Großherz. Hess. Stadtgericht. Müller.

707) Montag den 8. September d. I., Vor­mittags um 8 Uhr, soll in dem Gasthaus zum Hessi­schen Hofe dahier das den Erben des Kaufmanns Friedrich Eckstein zugefallene Wohnhaus, Hintergebäude und Durchfahrt nebst Grund und Mistenstätte an der Ecke der Hintergasse in der Wallthorstraße, neben Metzgermeistcr Georg Melchior Sack gelegen, 20,3 ff Kl. haltend, der Erbtheilung wegen meistbietend unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden.

Gießen den 6. August 1834.

In Auftrag der Friedrich Eckstcinischcn Erben Dr. Eckstein,

Großherz. Hofgerichts - Sekretariats - Accessist.

712) Die Korbweiden an der Wieseck, dem Stadtkanal und an der Lahn, sollen nächsten Dienstag als den 12. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dahie­sigem Rathhause öffentlich an den Meistbietenden /ver­steigert werden.

Gießen den 5. August 1834.

Ter Bürgermeister

C. Silbereisen.

713) Nächsten Montag, als den 11. d. M., soll das im Walddistrikt großer Stadtwald aufgearbei­tete Brandholz, bestehend in gemischt und Kiefern Scheit-, Prügel- und Stockholz, sowie einer bedeu­tenden Quantität guter Forstwellen öffentlich an den Meistbietenden versteigert und der Anfang Morgens 8 Uhr am Heegstrauch gemacht werden.

Gießen den 4. August 1834.

Ter Bürgermeister

C. Silbereisen.

714) Montag den 18. August l. I., Vormit­tags 10 Uhr, sollen nachbenannte Häuser der Stadt, auf dahiesigem Rathhause, unter den im Termin be­kannt gemacht werdenden Bedingungen in Erb und Eigenthum meistbietend öffentlich versteigert, zugleich aber auch eine Verpachtung auf mehrere Jahre für den Fall, daß zum Kauf sich kein annehmbarer Stei­gerer findet, versucht werden:

1) das städtische Schulhaus in der Hinter­gasse, neben Justus Müller und mit Holzstall, Brunnen, Hofraum und Dungplatz;

2) das der Stadt gerichtlich überwiesene Wohn­haus des vormaligen Stadtrechners Ehr. Dietz auf dem Selzersweg, neben Prof. Dr. Vogt und Melchior Lampus, mit Höf­chen, Nebenhaus, Waschhaus, Stall und Holzschoppen.

Die Gebäude selbst können jeden Montag und Donnerstag von 2 bis 3 Uhr eingesehen werden.

Gießen den 4. August 1834.

Ter Bürgermeister

C. Silbereisen.

729) Nächsten Donnerstag als den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Nathhause einige Hundert theilweise noch brauchbare lederne Feucreimer verschiedener Größe öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Gießen den 3. Slugust 1834.

Der Bürgermeister

C. Silbereisen.

719) Montag den 11. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gasthaus zum Englischen Hof, Tische, Stühle, Schränke, wobei ein schöner eichener Kleiverschrank, Küchengeschirr und sonstiger Hausrath, auch mehrere Fässer öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Gießen den 7. August 1834.

724) Montag den 11. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen in der Wohnung des Schreinermcisters Debus auf dem Astcrwcg die zum Nachlaß der Frau Rentmeister Schmidt gehörigen Mobilien, namentlich: Sopha, Tische, Stühle, Schränke, Bettung, Porzel- lain und sonstiges Hausgeräthe, meistbietend verstei­gert werden.

Besondere Bekanntmachungen.

726) Diejenigen, welche Schulgelder für das zweite Quartal laufenden Jahres verschulden, werden hierdurch aufgcfordert, dieselben binnen 8 Tagen an die Stadtkasie zu bezahlen. Nach Ablauf dieser Frist wird mit dem gesetzlichen Zwangsverfahren gegen die Debcntcn vorgegangen. Gießen'den 7. August 1834.

Der Stadtrechner

N e r n.

Hierzu eine Beilage.