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Bekanntmachungen.

1) Die gefundenen 1 ft. 21 fr. (Anzeigeblatt Nr. 50 von 1832) sind, da sich Niemand als Eigenthümer gemeldet hat, dem Finder derselben überlassen morden.

2) Es sind gefunden worden:

a. ein Sack mit Hafer vor dem Wallthor;

b. ein Kinderbanbchen an der Löwengasie.

Die Eigenthümer werden, ihre Ansprüche auf dem Polizei-Bureau anzuzeigen, aufgefordert.

3) Zwei mit Silber plattirte, oval runde Leuchter, oben mit Trichtern, unten mit grünem Tuch belegt, etwa einen Zoll niedriger, als die gewöhnlichen Leuchter, sind entwendet worden. Vor dem Ankauf derselben wird gewarnt und werden alle, welche über deren Entwendung Aufschluß geben können, dieses auf dem Polizei-Bureau anzeigen.

Gießen den 4. Januar 1833.

Der Polizeirath

____Fritz.

Ediktalladungen.

1) Großherzogliches Hoigcricht dahier hat über das Vermögen des Andreas Lepper zu Waldgirmes den Concurs erkannt, und das unter­zeichnete Gericht mit dessen Leitung beauftragt.

Die bekannten und unbekannten Gläubiger desselben werden hierdurch aufgesordert, im Termin Freitag den 11. Januar 1833, Morgens

9 Uhr

ihre Forderungen, bei Vermeidung des Aus­schlusses von der Masse, anzuzeigen und zu be­gründen, zugleich Vorschläge zu einem gütlichen Arrangement an.uhören und sich darüber zu er­klären, wobei bemerkt wird, daß diejenigen, welche in dem Termine in Selbstperson zu er­scheinen verhindert sind, ihre Vertreter mit bei Gericht vollzogenen Specialvollmachten zum Ab­schluß eines Vergleichs zu versetzen haben.

Gießenden 15. November 1832.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht.

Müller.

Versteigerungen.

1) Auf freiwilliges Ansuchen der Ehefrau des Großh. Staabsquartiermeisters Gründler zu Darmstadt, gebornen Reiber von hier, soll bas derselben zugehörige Grundstück,

223,6 Klftr. 66 Rth. Wiese in der Stephans- mark, an Ludwig Noll, Montags den 7. Jan. k. I. Nachmittags 2 Uhr, ans dahicsigem Rathhaus an den Meistbietenden versteigert werden. Gießen am 20. Dez. 1832.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.

2) Die von dem Burger und Wirth Jacob Reiber dahier hinterlassenen Immobilien, als:

1. Scheuer in der Hintergasse neben Kauf­mann Heichelheim;

2. 581,5 Klftr. 172 Rtb. Acker in der Schwarz­lach, an Phil. Senner,

sollen Montag den 7. Jan. 1833 Nachmittags 2 Uhr auf dahicsigem Rachhaus, an den Meist­bietenden verlteigert werden.

Gießen am 23. Nov. 1832.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller.

3) Freitag den 25. Januar 1833 Morgens 10 Uhr soll die herrschaftliche Erbleihmühle, die unweit Königsberg an der Biberbach gelegene sogenannte Strotzmühle mit Scheuer und Back­haus nebst 55 Ruthen dazu gehörigem Wiesenland, zugleich mit mehreren, dem dermaligen Beständer eigenthümlich zustehenden, dem Verkauf einzeln ausgesetzt werdenden Grundstücken unter den als­dann eröffnet weroenben Bedingungen, auf der Mühle selbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen den 29. Nov. 1832.

Großh. Hess. Stadtgericht daselbst. M ü l l e r.

4) Fruchtversteigerung bei dem Rent­amt e Gießen.

Montag den 7. Januar 1833, Vormittags 10 Uhr, werden auf hiesiaem Rathhause

50 Malter Waitzen,

400 " Korn,

200 <• Gerste und

200 » Hafer