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der Allgem. Welthistorie von Häberlin, Meusel, Le Bret u. s. w. (der 28. u. 29. der Neuen Geschichte) in andere Hände gerathen. Der gegenwärtige Besitzer wird gegen Entschädigung «M gefällige Auslieferung gebeten.
Dr. Curt ma n.
Mittclteutsche Lebensversicherungsanftalt.
. 2) Dieselbe beruht auf Gegenseitigkeit und
Öffentlichkeit, übernimmt Versicherungen auf Summen von 1Q0 — 6000 Gulden (später auch höher) und steht allen Individuen jedes Standes, in dem Alter vom 15 — 75ten Jahre offen. Der ausführliche Plan ist dahier bei Hru. Heyer Vater und Sohn, Hrn. Buchb. Lüdeking und Hru. Uni- vers. Buchb. Balser unentgeltlich zu haben.
Das Charakteristische unserer Anstalt vor ihren Schwestern ist:
1) Die strengste Gleichstellung der Versicherten gegen einander, wodurch insbesondere die jüngeren Individuen weit niedrigere Beiträge zu entrichten haben.
2) Die Zahlung der Beiträge in yier- teljährlichen allgemein festgesetzten Zielen,.wodurch nicht nur den Versicherten dieselbe erleichtert, sondern auch eine höhere Benutzung der Gelder bezwpckt, und die Verwaltung unge- gemein vereinfacht wird.
3) Die Ausschließung der früher Verstorbenen (oder vielmehr deren Erben) von dem Antheil an den sicher- gebende» Überschüssen, um nicht die länger Lebenden in Nachtheil zu bringen. Da nämlich die früher Sterbenden jedenfalls bedeutenden Gewinn aus ihrer Versicherung ziehen, so hat man denselben nicht noch zum Nachtheil der länger Lebenden vermehren wollen, sondern durch eine verhästnißmassige, Zahl von Beiträgen die Ansprüche auf'Uberschuß bedingt.
Man bittet die Anmeldungen mündlich, oder schriftlich unter der Addresse des Ausschusses der mittclteutschen Lebcnsver- sicherungsanstqlt, in dem Geschäftölokale des Hrn. G. F. Heyer, Sohu abzugeben. Eine persönliche Meldung ist erst nach dem Zusammentritte von 500 Theilnehmern bei Aushändigung der Urkunden nöthig. Dieser Zeitpunct möchte sich ,'udeffcn aus dem sichtbaren Interesse zu schließen, nicht lauge hinausschieben und hie jetzt'sich Meldenden haben'den Vortheis,
daß die Beiträge ihrem derzeitigen Alter gemäß bestimmt werden.
Giessen deck 2 l. Juli 1830.
Der provisorische Ausschuß der mittelteut, scheu Lebensversicherungsanstalt.
G. F. Heyer, Knorr, Vater. Geb. Neg. Rath.
I. Nicker. G. H. Schirmer.
Dr. F. Schmitthenner, Prof.
3) Die schon früher von mir, angezeigte Meubelnverloosuug soll Montags . den. lüt.en August unwiderruflich vorgeuommen werden. Der Ort der Ausspielung ist um 2 Uhr Nachmittags bei Carl Kranz in der Pulvermuhle bestimmt, wo alsdann die Meubeln zugegen sein werden. Die Verlosung wäre schon früher vor sich gegangen, da aber noch viele Loose unterzubringen sind, so bitte ich meine Gönner und Freunde um gefällige Abnahme; Loose das Stuck zu 18 fr. sind zu haben bei
I. Jacobi, Schreinermeisier.
4) 500 — 1000 ff. werden in der Nähe von Giessen zu leihen gesucht. Das Nähere ist iu der Erpedition dieses Blatts zü erfahren.
5) Daß ich meine Wohnung verändert habe, und von jetzt au bei Hrn. Dillmann am Markt wohne, mache ich hiermit schuldigst bekannt. C. Häffner, Schneidermeister.
6) Mit obrigkeitlicher Bewilligung werde ich Dienstag den 2 7. b. M. ein zweites o r a m a- t is ch e s D e kl am a t v r i um, mit @e/ sang zur, Guitarre verbunden, im Saale des Einhorns geben. Eintritt 30 fr. Anfang 6 Uhr. Tas Nähere sagen die Anschlagzettel.
Dr. K r atz.
Goltcsviensl am.25. Kültz.
In der evangelischen Kirche. Morgens Herr Äircheurath Dieffenbachl NachrnklraM, Herr Juspcclor Engel. _ '■ .
Sonntag den 25. Jnly haben das Fiischbak- ken, die Bäckermeister: Balthasar . Weivig in der Neustadt, Heinrich" Noll im Stern auf der Pläusburg, Christian Jugbardt in , der Wall- thorstraße uns Philipp Lampuü' auf dem Kreutz.
Griauttc ü. u. rvang. ^rmrnipr.
Den 18. Jnly. 'Dem Burger und Schrei- nermeister, Peter Ort., eine - Tp^^ejsFriede, rikc Wilhelmine. * u . *.
Den 19. Jk'ly.' Herrn Apotheker Heinrich Christian Witte, ein Sohn, Alerander Fue- drich Valentin Karl Aügiist. /- ' ; h


