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Ediktalladung.

Die tni vorigen Jahr dahier verstör/ Vene Wittwe des Großherzoglichen Obrist/ lieutenants Jukebrand hat in ihrem am5ren May 1820. gerichtlich errichteten Testament -ie in hiesiger Garnison Giessen besindli/ chen armen Militärpe.rsouen ohne Rücksicht des- Grades und Ranges, sondern vielmehr so wie es. dieselben vorzüglich bedürftig seyn würden, zu*Erben ihres Nachlasses eingesetzt.

Da zur 'Zeit der Testaments ; Errichtung daS Großherzogliche Leibregiment auch noch dahier in Giessen garnisonirte und dessen Armen, wenn es zur Zeit des Todes der Erblasserin' noch daselbst in Garnison gestatt/ den hätte, wo nicht alleinige, doch Mirer/ den gewesen seyn würden, und da zur Zeit des Todes der Erblasserin zwar noch Mili/ lär / Armen dahier gewohnt, aber keine Garnison mehr,gelegen hat; so entsteht die Frage: ob die Erbeinsetzimg,die Armen des Leibreginwnts oder ob. sie blos die zur Zeit des Todes, der Erblasserin,, dahier wohn/ haft gewesenen armen Militärpersonen an, geht oder ob beide gemeinschaftliche Erben sind?

Um über diese Frage reU)clich entscheiden zu können, werden alle diejenigen, welche ein Erbrecht ansprechen zu können glauben, hierdurch aufgefordert, in dem auf Mon/ rag den 2rcn Januar künftigen Jahres Vor/ Mittags um 10 Uhr angesetzten Termin 6« unterzeichnetem HofgeriastS / Comm-charius jhre schriftlichen oder mündlichen Erklärun/ gen abzugeben) im Ausbleibungsfall aber zu gewärtigen, daß sie von diesem Nachlalle ausgesu-lossen werden.

Giessen den lOren Novbr. 1825.

In Auftrag des Extrajudicial / Senats des Großherzogl. Hofgerichts das.

Dietz, Großherzogl. Commissionsrath.

Nekannrmachunyen.

1) Samstag den 17ten Deeember, Nachmittags 2 Uhr, soll das den Erben der Rathfchöff Bmchischen Wittwe in der Brandgasse dahier zugehörige Wohn/

Haus, nebst Nebenbau, zwei Schonern, Hofraum und Hausgärtchcn, 63,7Klftr. (oder 18 Rth. 13 Sch.) haltend, an Heinrich Magnus Wittwe gelegen, un/ ter Den im Termin bekannt gemacht wer/ derben Bedingungen öffentlich an den Meistbietenden in gedachter Behausung selbst versteigert werden:

Giessen den Iten Nov. 1825.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. Müller. Krug.

2) Mühlen / Versteigerung. Die dem Mullermeister Johannes Mül/ ter zustehende sogenannte Steupische Erb/ leihmühle oberhalb Wieseck, in einem Haus, oder Mühlenbau, Nebenhaus, Scheuer und Stallung bestehend, benebst 14j Morg. Wiesen, Garren und Acker/ land, soll zum Behüfe der Auseinan/ Versetzung des gedachten Müllers mit sei/ neu Kindern aus verschiedenen Ehen

Freitags den 16ten Decbr. l. I. Vormittags 10 Uhr zu Wieseck in der Ber Hausung des Wirths Löwenstein öffent/ lieh dem Meistgebote ausgesetzt werden, mit dem Anfügen, daß auswärtige Steigliebhaber sich wegen ihrer Zahl lungsfähigkeit durch beglaubigte Attestate im Termine auszuweisen haben.

Giessen den 29tcti Oct. 1825.

Großherzogl. Hess. Landgericht. P l o ch.

3) Montag, den 19ten December L I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dar hiesigem Rathhause, die dem Burger und Fuhrmann Daniel Leng dahier, zu/ gehörigen Immobilien, begehend in:.

32,1 OKlr. Wohnhaus und Scheuer an Georg Christian Stroh, giebt Z-Alb. 3Pf. in Gotteskasten,

91,4 0 Klstr Acker, an der Weilbur« gischen Gra'uze, an Joh. Ludwig Müller,

181,6 Klftr. Acker, an der Roth/ ohl, am Hospitaigute,