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2) In der höchsten Verordnung vom gtenFebruar 1811. (Großherzogl. Zei- tung Nro.20.) heißt es:
§.11. „Weil sich jedoch die Ger „wohnheit eingeschlichen hat, daß „besonders bei ErbvertheilungeN, /, ohne alle Ueberlegung fast jedes ein- „zelne Grundstück unter die ver- „ schiedencn Erben verstückelt und „diese Verstückelung oft ohne Noch „zu weit getrieben wird, wodurch „ nicht nur zu vieles Land in Für- „chen zu liegen kommt, sondernder „ Total ertrag auch noch auf manchem „lei andere Weise vermindert wird; „so dürfen die Vertheilungen der „ einzelnen Grundstücke nicht Statt „haben, es habe denn derjenige, „ welcher sie zu bewirken wünscht, „mit dem Orts-Feldgericht sorgfäl- „tig überlegt und berathen, ob nicht „die Verstückelung sowohl zu seiner „ privat: als auch zum allgemeinen „Wohl vermieden, und ob, vor- „züglich bei ErbvertheilungeN, die „ Auseinanderfeßung nicht besser, „ohne Verstückelung einzelner „ Grundstücke, durch ganze Stücke „und allenfalls durch Herauszah- „lung geringer Geldfummen be- „ wirkt merdeu könne.H
Höherem Befehl zu Folge wird diese gesetzliche Bestimmung, welche bisher nicht genau befolgt worden ist, hierdurch wiederholt zur geuauen Nachachtung öffentlich bekannt gemacht.
Giessen den 22. Septembr. 1824.
Für den Bürgermeister der Beigeordnete
Steinberger.
3) Versetzbare junge Baume von sehr guten und hauptsächlich für unsere Gegend passenden Aepfeln und Birnsorten, werden von dem Unterzeichneten, sowohl in diesem Herbst als in den folgenden Jahren, zwerg und hochstämmig,
in großem und kleinern Parthieen, billigen Preises verkauft.
Giessen den 19. Sept. 1824.
, Franz, Criminalgerichtssecretär.
„ . 4) Das den Vetzbergers Erben gehörige , aufdem Reichensand neben Frau Rathschöff Herbert stehende Wohnhaus nebst Zugehör, ist unter sehr vortheil- haften Bedingungen zu verkaufeu, oder zwei Stuben darin» zu vermiethen. Die Liebhaber wende» sich an Schlossermeister Feeger.
5) Zwetschenbranntwein, dieMaaS 32 fr. und angeseßter Kirschenbrannt- wein, die Maas 32 fr., sind zu haben bei Heinrich Magnus Wittwe.
6) Die hiesigen Einwohner werden «ufgefordert, ihre Trieb-Zins an den Unterzeichnete» bis zum 14ren October abzuführen.
Giesse» den 17. Sept. 1824.
Der Gemeinde-Eittnehmer Dietz.
Gottesdienst am 26. Sept.
In der evangelifche» Kirche. Morgens Herr Superintendent Buff. Nachmittags Herr Freiprediger Fuhr.
Morgen den 26. Septmbr. haben das Frischbacken, die Bäckermeister: Christian Jugard, in der Wattthorstrase, und Ebel, an der Kühgaß.
Beerdigte bei der evangelischen Gemeinde.
Den 20. Sept. Herr Justus Balthasar Müller, erster Superintendent, Kirchenrath und Oberpfarrer, alt 86 Jahr, 2 Mo». 28 Tage.
Den 23. Sept. Conrad, des Burgers und Schuhmachers, Ludwig Braun, Sohn, alt 3I. 3M. 28T.


