784
i-GhaM>e noch nicht begonnen halt», wert die erb frrnteren Truppen des Armeekorps n'ch nicht her-angckcmmen, folglich die Abrheilungen meines linken Flügels nicht hinlänglich gesichert wären, cho dräng der Feind aufs Neue in dos ihm fast. gänzlich entrissene Müne. l Heim rt;lc l>r-chre -auch diejenigen T^uppenaöcheilungerl zum Weichen, welche ich links dieses Dorfs vorgesandt harte.
Zn diesem Augenblick erfolgte der Angriff der verbündeten. Truppen zu meiner Linken. Sogleich ließ-ich.die noch us Mündolsheim fechten- den Abteilungen zur Herauswerfung des Feindes hinlänglich verstärken, wahrend HerrOderst- LlkittLNLnr Prinz von Wittgenstein mit bem iten Bataillon Leibgarde dre daran stossenden Wnr- gertsberge im Sturm angriff, uirr kühner Ueber- windung aller Schwierigkeiten des Terrains und des hartnäckigen Feindes dieselbe glücklich erstieg und sich darauf fest sitzt e. Noch aber verband dieses Bataillon in seiner errungenen Stellung nur eine leichte Tirailleurlinw mit derjenigen Colonne, welche sich in Mündelsheirn schlug, und der Feind strengte bereits alle Kräfte zur Wisdereroderung der WingerLsberge an. Ich schickte daher das ite Bataillon Prinz Emil unterstützt von dem iten Bataillon Lribregiment in Masse geschlossen die Hohe hinauf, zur Linken des iten Leibgarde-Bataillons und sicherte damit durch die Bravo irr dieser Bataillone die Behauptung der Wingertshöhe als den Haupttheil der ganzen Position.
Mundolsheim war unterdessen auch genommen worden, ungeachtet der Frind in allen Straßen Verbarricadrrungen angebracht und seine Vertheckigung mit Einsicht und U-rerschrok- kenheit geführt batte. Bei Gewinnung der äussersten Debouchees aber wurden die andrmgsndcrr Compagnien mit einem Hagel von Cartetschen empfangen und büßten dabei viele Leute ein. Wirklich war hierbei die abermals rühmlich bewährte Vortreflichkeit der beiden Haupr- Tente, Fenner und Kohler erforderlich, um ihren unterstehenden Abrheilungrn das Vertrauen in ihre Ueberlegenheit zu erhalren und den Franzosen die Ueberzeugung einzuprägen, daß ihre Anstrengungen von keinem güustigell Erfolg ftyn würden. Mit Hülfe zweier Piecen, welche ich vorfordern ließ und die gerade im zweifelhaften Augenblick vor Mundolsheim ankamrn, wurde das Dorf und die Höhe als die stärkste Pofnion des Feindes, behauptet, und diejetzk einMrctene
allacmeine Vorrückung der ganzen Linie des?lr- »neekorps enrsch ed die Franzosen zum gänzlicher Rückzug nach Straßburg, während sie dabei auch ron unserer Artillerie mit einem anhaliew den Feuer verfolgt wurden. Es mochte 8 Uhr Abends siyn, als sich das Feuer bei uns ein stell te; die Brigade Ssillich zog sich jetzt rnLinie, vor meiner Division her, auseinander,'bis rechts zm Brigade Lupem hin, welche über Niederhaushergen herabgekommen war, und versetzte -dadurch die durchgängig s hr ermüdeten Truppen meines Cpmmandos ins ate Treffen. Ich lagerte die Diviston vor den Dörfern Mundolsheim uni Niederhausbergen, und wiest denselben die beiden Orte zur Herholung ihrer Lageibedürfniffe an. Mein O.uartier kam nach .Lampertheim. — Auf dem linken Flügel des Armeekorps hatte das Gefecht bis ticf in den Abend fortgedauert. Auch muß ich von dem K. K. Regiment Kronprinz von Würtechberg Husaren anführen, daß es meine ersten Attaguen mit einzelnen Schwadronen unterstützte., sich späterhin aber in südlicher Direktion fortbewegte, um die ihm in der heutigen Disposition angewiesine Stellung auf dm Höhen hinter Oberhausbergeu zu beziehen.
Was ich von dem Verhalten der Truppen meiner Division bei diesem glänzenden Gefechte sagen könnte, kann nur zu dessen Lobe gereichen. Die meisten Mannschaften hatten sich verschossen und selbst ohne Patronen liefen visle der Schüz- zen ihren besser versehenen Cameraden gegen den Feind hin «ach.
Gefangene wurden nur etwa 20 gemacht, und eine Bataillonsfahne genommen. Kanonen Härte der Feind nur etwa 3 uns gegenüber.
Bis mffh die Berichte der Herrn Brigadiers in Stand gesetzt haben, vollständige Listen derjenigen Individuen ernzugeben, welche sich gestern vorzüglich wirksam gezeigt und hervorge- rhan haben, kann ich nicht umhin, einstweilen den Hrn. Obristlieütenanr Kuhlmann nenne», der durch gute Placirunq der Geschütze und deren .lebhaft-n Verwendung zur Unterstützung Jnfattterieangrrffe sehr viel zu den guten Erfolgen derselben beigorragen, und. dadurch aufs N-ue seine Vvrzüglichkett bewahrt hat; den Obristlieutenant Prinz von Wittgenstein, der, die Hauptstelle der feindlichen Position zuerst er-' stiegen und sich gleich von Arifang an mir Zu- rückwersung aller übermächtigen feindlichen All- gx isie daranssbeb^w-^ -'F


