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Den Chef meines G-neralstäbs, Herrn Major Lynker, der sowohl bei Disposition der Truppen zum Angriff, als auch später durch sein glan­zendes Beispiel der Tapferkeit, indem er sich si ts bei den Schützen und da befunden, wo die Gefahr am größten war, und durch Anleitungen unendlich viel zu dein Erfolg beigetragen, wie es nur von eurem in jeder Hinsicht so ausgezeich­neten Offizier zu erwarten war;

Den Hauptmann Jeff-, der als rnttrimisti- scber BätaiSonschef des i sten Bataillons Prinz Emil auf die Wingertsberge führte, und da­selbst mit seltener Kaltblütigkeit den andrrngen- den Feind zurükwieß;

Die Hauptleute Fenner und Kvylrr wegen ihrer standhaften Vertheidigung der Ausgänge von Mundvlsheim nach dir Wegnahme dieses Orts gegen einen mit dem heftigsten Kartät- schenfeurr unterstützten Feind, durch welche al­lein uns das Dorf erhalten wurden

Den HauptmannFresemuS, welchem schon seine herkömmliche Kaltblütigkeit und gute milikai- rische Einsichten das Commando der sämmtli- chen Schützen erwarb, und sich gestern bei Weg­nahme des Dorfs Lampertheim bis zu seiner Ver­wundung als vorzüglich braver und brauchbarer Officier bewiesen hab.

Alle thaten ihre Pflicht in hohem Grade; ich besah die Regimenter und die Artillerie noch aufdcm Schlachtfelde, da, wo sie nach dem Tref­fen das Lager bezogen hatten, und ertherlre ih­nen das hochverdiente Lob und die Versicherung, daß rch Ew. Koni gl. Hoheit diejerügen Indivi­duen besonders einberichten würde, welche sich vorzüglich ansgezeichnet haben ; auch werde rch nicht unterlassen, das Verzeichniß derselben Ew. Königs. Hoheit ehrfurchtsvoll vorzulegen und sie der besonderen höchsten Gnade unrerthänigst zu empfehlen.

Die lebhafteste Freude drückte sich in den Gesichtern der Soldaten aus, ungeachtet des strapatzenvollen blutigen Tages und der Ent­behrungen, die von einem solchen immer unzer­trennlich sind. Es war ihnen der ehrenvolle Auftrag geworden, diefemdliche Position an ih-

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rer unangreiflichstrn Stelle zu durchbrechen,, und es war dies ihrem Murhe und ihrer großen Aus­dauer gelungen. Dies machte sie fröhlich und jubelnd", und die hohe Achtung, welche ihnen in Worten oder sonst vernehmbar die benachbarten alliirten Truppen wegen hres braven Verhaltens bezeigten, gab ihnen ein mannhaftes Bewußt- seyn eigenen Werrhes, und erschuf selbst in den jungen Soldaten die höheren Gefühle alter gedienter Krieger. Mit solchen Trup­pen ist nur Ehre smzulegen, und ich nehme bei dieser schönen Gelegenheit Veranlassung, Ew. konigl. Hoheit nochmals meinen unterthä- nigsten Dank für das mrr anvertraute Com- mando ehrfurchtsvoll zu wiederholen.

Auf dem linken Flügel unser- ArmeckorpZ gieng es ebenfalls vollkommen gut; die eben so gut dirigirte als muthig ausgeführte Charge ei­ner Königlich Würtembergischan Kavallcrie-Ab- theilung brachte die Franzosen um 5 Artillerie­stücke , worunter -i s/jpfünder, welche genom-. men wurden. Die Zahl der Gefangenen beläuft sich auf etwa 8001000 Mann; die Plänkler der Kavallerie rückten bis auf das Glacis von Strasburg vor und imponirten dadurch nicht we­nig der Besatzung sowohl, als der Stadt über­haupt, in welcher eine allgemeine Bestürzung geherrscht Haben soll.*

Lieutenant-Glock hat dieG^ade, Cw.Kvnig» Hohen- diesen Bericht untert^änigst zu überrei­chen; er ist -ein ausgezeichnet braver Offizier und eben so gewissenhaft in Ausübung seiner Pflichten als er veUasslg ist und mit Einsicht htwdelt rn allen Aufträgen, welche ihm bei sei­ner gegenwärtigen Anstellung in so mancherlei Betreffnissen erthrilt werden Die übrigen zu mei­nem Stabe getheilten Offiziers, die sich ausgezeich­net benommen haben, werde ich nachträglich, so­bald die gleichen Verzeichnisse über die Offiziers der Corps eingekomm^n sind, Ew. König!» Ho­heit unterthänigst namhaft machen.

Lampertheim den 2yten Juni i8i5.

Emil, Prinz von Hessen,

General UieMenaü,