zur Groß herzoglich Hessischen Zeitung Nro. M
Darmstadt, den i«. Juli-
Der von Sr. Hoherr dem Prinzen Emil, von dessen, als Kurier adgeschickre Lieutenant Glocks tt Sr. König!« Hoheit dem- Großherzog nebss «er. erbeuteten Fahne,, folgenden Bericht über-, tacht: Gestern,, den 2Üten Juni haben die Txizp- m Ew. Königl. Hoheit im einem siegreichen, reffen, vor Strasburg,, worin, ihnen der An- riff und. die Wegnahme de^S schwierigsten ThrilS » feindlichen Stellung, übertragen war, alle, ie Tapferkeit und dem hohen Muth deployirt-, m man an diesen braven Truppen bet gleich-n. ieleZenheiten immer zu je;;en und zu bewun- irn gewohnt ist. Frldzeugmeister Frariquemont >tte den, linken,. Feldmarschaü-Lieurenant: Prinz, hilipp den rechten Flügel, in letzterem Korps, taten, die. Truppen Ew. Königl- H.heit erst al- iin. im.Gefechte,, bis. sich Feld-narschaü-.- L-ente- t«t Palvmdini mit der Brigade Szvllich links, !Nd, mit. der, Brigade*Luxem rechts, anschloß » ie zweite Brigade manövrirte. rechrö der Brrga- tdes Herrn. Generals.-von Follenius..
Die. Disposition des hohen Armeekorps:-Com-- »Mdos auf den 2ä!en.Iu»t bestimmte dleGroß- tnzoglich Hessischen Truppen zur Avantgarde.. W 12 Uhr. MltragS stand daher dieselbe vor. Srumpt D« der Wald vorwärts dieses Qrts^ Mn. Strasburg hin, nicht mehr von Fund, be- M war, sp setzten sich die Kcmigl. Wuriember- Achen Zagu 4u Pferd, an die Spitze der Co- Mne„ welche nun cie^eradeSrraße nachStraS- Mg. veiftt^te..
Angekommen zu Feudenheim,, erthelltrn- mir M Kronprinzen von Wü.temberg, Kömgl. Ho- M, Befehl, durch letztgenanntes Ort di» Divü M.nach Lamperthe.m zu oirigiren,, und bald puffam mir von derselben hohen. Stelle die- Msung zu, daß. Lampertheim und oie rechts finden Weinberge von feindlichem Infanterie Wt: seyen,. und. daher vordersamst weggenom- pm iverden müßten.
Demnach formirte. ich auf dem Plateau zmi-- Wni Feudenheim und Lampertheim auS meinen:
Brigaden eben so Vie! Kolonnen, deren.
eine nach- Lampertheim,, die zweite nach dem Wlngerrshöhen rechts dirigirt ward.. Erstere be-- stand aus der. ersten Brigade mifcben Schützen; derselben und. einer Batterie; an der Spitze,, die: andere aus der zweiten.Brigade und 2 Kanonen,, mit 4 Piecen zut Reserve..
Der Feind,, so weit, man ihm auf dieser Seite sehen konnte,, hatte die Dörfer Lamperiheim und Mündolsheim stark, besetzt,, die Tirailleurö feine* linken Flügels standen bis zu den WingertShöhen rechts und seine. Schlachtlinie dehnte sich hinter- den Suffelsb ch gegen.den Rhein hin auS.. Suf-. felsw.eyershtim lag in- ferner, Position-
Die Attaque der erstem Brigade, fieng gegen 3 Uhr Nachmittags an, während sich die zweite. Kolonne beeilte, mit ersterer ingleicheHohe zu- kommen und die feindlichen Tirailleurs vor sich, her trieb.. Lampertheim ließ: ich sogleich mifc Granaten und Kugeln bewerfen und darauf die; debandirte.Schützenlinie> unterstützt vom zweiten, Bataillon Leibgarde und mehreren Compagnieen: des Gardefüsilier-Regiments darauf- losrücken,, welche auch,, trotz der lebhaftesten Füssillade. deS- FeindeS, immer mehr Terrain gewann und sofort; m, das Dorf eindrang.. Die Tirailleurs der.- zweiten Brigade erleichterten dabei durch eine voll- tommemregelmäßig- ausgeführte Linksschwenkungi den. Angriff auf Lampertheim,, und. die. somit er-, folgte Wegnahme desselben:..
Der Feind zeigte sich jetzt- sehr zahlreich auf- den WingertShöhen- bet: Mündolsheim- Diese Höhen mit dem Darf selbst gestatteten seiner In? fanterie eine; sehr, schwer, zugängliche Position,, sowohl durch' die Steile des HangS und? feine- mannichfaltigen' Terassenab schnitte,, als durch den Bach,, welcher sie von dem diesseitigen Terrain absonde,ti. Mündolsheim war als Hauptpunkt dieser Stellung mikJnfanterie angefüllt-
Nach vorgekehrter Sicherung des Postens L.am- perthei „ ließ ich die Weingärten von MündolS- heim mit Geschütz beschiessen und ordnete die Attaque der Infanterie- dahin , während, eine andere Colonne nach Mündolsheim eindringen- sollte. Allein da der Angriff auf der Hagenauet


