Ausgabe 
29.5.1770
 
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und Nachrichten. r7Z

richten sehr schwer zu finden ist. Denn würklich werden die meisten Völ­ker, deren Mofts hier Meldung thut noch lange nach ihm mit den nem- lichcn Nahmen insonderheit in den Propheten angeführt. ist nicht glaublich daß die Propheten längst ausgestorbne Nahmen wieder hervor­gesucht haben, welches sie nur unverständlich gemacht haben würde. Son­dern diese Nahmen haben sich in den beschriebnen Gegenden vermuthlich meistens biß zu den Zeiten Alexanders und einige so gar noch lange her­nach erhalten t wodurch die große Züge mancher Aßyrischen, Vabyloni- schen und Persischen Könige schon vieles dazu beygetragen haben mögen. Diese Länder in welchen der erste Sitz des menschlichen Geschlechts nach der Sündsiuth war, sind den Griechen erst spät, und nicht gar lange vor dem Alexander ein wenig bekannter geworden : und damalen mochte sich schon manches geändert haben. Außerdem ist es bekannt, mit was für Vorurkheilen die Griechen fremde Nationen ansahen, wie sie allent­halben ihre eigne Sitten und Götter zu finden glaubten, und wie sehr sie fremde Nahmen verunstalteten , und nach ihrer Aussprache einrichteten, und wie oft sie aus mehrern Nahmen, den zum Exempel ein König oder eine Stadt führte, gerad denjenigen wählten, der im Land selbst am we- nigsten bekannt, und oft nicht einmahl der wahre Nahmen der Person war. Hieraus ist zu ersehen, wie wenig die Erzehlung Mosis aus den griechischen Schriftstellern zu erläutern ist. Sie sind gegen seine Zeiten viel zu neu: unu auch vamalv MV sw luairi.vv di.s. oin.gsrmaß-n kennen gelernt haben, sind sie nicht mit dergehörigen Genauigkeit zu Werk gegangen. Was haben nicht neuere Nationen manchen fremden Völkern vor wunderbare Nahmen beygekegr, die sie niemals geführt ha­ben- Die ersten Spanier die nach Peru kamen fragten den ersten, der ih- nen begegnete, um den Nahmen des Landes: Weil sie aber einander nicht verstunden , so nennte derselbige seinen eignen Nahmen, und sogleich ga­ben die Spanier dem ganzen Land den Rahmen Peru, der doch nur der Nähme einer einzelnen Person war. Überhaupt aber nennten sich die al­te Völkerschaften, wie die wilden Amerikaner und Tatar» , nach ihrem Stamm Vatter: Allgemeine Nahmen, die mehrere kleinere Narionen von beynahe einerley Sitten und Sprachen Gegriffen, sind selbst in Ansehung der Griechen, welche von einem allgemeinen Nahmen lange nichts ge­wußt haben, erst nach und nach aufgekommen: und zwar oft aus einem Mißverstand, woher zum Exempel der Nähme Germanen , womit die Deutschen von den Römern belegt wurden, entsprungen ist: oft aber auch