und Nachrichten. -77
zwischen die Kienbacken, ob harte oder bewegliche Drüßen darinnen sind, welches ein Zeichen bey jungen Pferden vom Stränget, und bey alten vom Rotz ist.
Der Kopf muß mager und wie ein Schaafskopf gebogen seyn. Ein Zugpferd muß breite starke Schultern , ein Reitpferd schmale haben. Die Füße gerad: die Sehnadern frey liegen haben , nach dem spat Knochen und Oberdein muß scharf gesehen werden. Auch ob eS gerad und Senk- recht auf den Füßen gehe, zu dem Ende mvß mav eS auf dem Pßaster an der Hand einen Schritt und Trott gehen laFen. Der Huf muß rund hoch, das Horn dick und nicht drüchigt, die Sohle hohl und überhaupt, kein Ritz noch Gewächs am Huf seyn. Der Leib muß rund und die Rippe nahe an der Hüft stehen, das Creutz ebenfals hoch und rund seyn. Der Schweif stark, lang, nicht zu hoch und nicht zu niedrig stehen. Es muß den Kopf hoch tragen, eine starke dicke Gurgel, kleine Ohren haben, solche vorwärts öfters bewegen, ja es gehöret so viel dazu, ein gut Pferd zu erkennen, daß es nicht alle beschrieben werden kann, sondern durch dl? Erfahrung gelernet werden muß.
Die braynen Pferde zumahlen die Castankenbraune > mit gelben Mäuler, hakte vor die Kesten, Fuedse finh scheu, und untreu. Schim- mel und schwarze Pferde empfehle ich nicht, dann lie sind gemeiniglich trag matt oder sonsten fehlerhaft. Man sagt ein schwarz Pferd ist entweder ausbündig gut, oder gar nichts nutze. Ein Bauer so Föhlen ziehen will thut aber doch wohl einen braunen Schimmel oder Fuchs zu halten, dann die Föhlen von dieser Farbe werden allemal am besten bezahlt. Die Fütterung der Pferde muß sorgfältig geschehen. Einem FuKrpserd so starke Arbeit thun muß, sind geschrotene Bohnen und Erbse sehr dienlich ,, UNd iM Sommer Wicken, welche Schotten haben.
Disteln sind neben deMj andern Futter trefflich. Wannern Pferd bald werfen will / muß nach solchem öfters gesehen werden, zumahlenwann man die Milch im Euter wahr nimmt, damit es beym Werfen keinen Schaden bekommt, Dem Pferd muß öfters an den Euter gegriffen werben, damit es das Junge gerne saufen lasset. Wann die Stute geworf- fen, gibt man ihr einige Handvoll Waltzen, welches hilft daß die Nach- mburt abgchet, sodann Waitzenkleien und iaulicht Wasser zu saufen,
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