£78 Giessische wSchentliche gemekttttätztze Anzeigen
hernach geschrotene Linsen und Gersten, öfters Wasser-, damit man Milch vor daS Fühlen erhalte. Man füttere überhaupt stärker alS sonsten, jedoch nach und nach, dis das'Fühlen 4. bis f. Monathalt ist, alsdann gewöhnet man eS ab. Das Mutterpferd muß im ersten Monath gar nicht, hernach mäßig zur Arbeit gebrauchet werden, und das Fühlen des Tages wenigstens 4. mahl an solchem saufen. Es muß im -tenMonarh mit Milch Brod und KleyeN gefüttert , und en dlich -zu Heu und Hafer fressen nach und nach gewöhnet werden» den Winter über ja mit gut Heu gefüttert, und daS Frühjahr, auf eimWayde frey zu gehen, und Tag und Nacht darauf zu bleiben gethan waden, so kann was daraus erzogen werden. Die Pferde so rothe braune oder gelbe Mäuler haben, sollen am mehresten Milch geben; ob es wahrseyeffelle dahin. Ich liebe die Castanien braunes vor andern asten.
Es wäre zu wünschen dasi etliche gute herrschaftliche Bescheller hier in der Nähe gehalten würden, damit vin Bauern , ihre Pferde von schlechten Hengsten sprengen zu lassen,verwehret werden könnte. Dadurch könnte die Pferdzucht würklich vetbeffett werden, maßen Die hiesige Art Pferde sehr gesund, und dauerhaft sind, und wohl 'besser nlSDie Dillenburger, und Berlenburger werden kölimen- weilen asteHichge Fühlen größer aK jene wachsen. 'L-
IN- -H. längst ausgemachte Fragen können doch aufs neue beant, wortet werden» Wir sehen in ihren Blättern einige Fragen aufgeworfen, und auch davon die eine, die Ruhr betreffend, nut neuen Erfahrungen geschickt beantwortet. Dieses muntert mich auf noch einige hinzuzuthun. ES sind folgende.
1. In wie fern ist die Comüdie nützlich? Schwerlich wird sie wohl alS ein Mittel zur Tugend angegeben werden können, und wann sie das nicht ist , was bleibt ihr für ein Nutzen übrig ? ES verstehet sich von selbst, daß man das Poffenspiel nicht mit einer wohleingerichtettn Bühne verwechseln dürfe.
2. Ist es einem vernünftigen Mann, auch einem Christen anständig in eine Lotterie zu legen? Mas für Änschränkungen sind hierdey zu beobach-


