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und auch dem Geist Christi und der ersten Kirche nichts weniger als gemäS ist, so wäre doch wenigstens zu wünschen, daß aus Mangel der hinläng­lichen Einkünfte, nicht gerad alle geistliche Aemter von Leuten von der nie­drigsten Geburt verwaltet werden müßten. Wenn jemand nur eine Stelle an irgend einer Regierung bekleidet, so hält er sichS schon vor eine Art von Schimpf, seinen Sohn geistlich studiren zu lassen: und wenn sich so gar ein Adücher einmahl entschließt den geistlichen Stand zu ergreifen, als wel­ches seiner Seltenheit halber bey nahe ein Wunder ist, so schreyet die WUt noch weit heftiger, als wenn ein Mann von ein paar Ahnen ein bürgerliches Madgen zu seiner Gemahlin erhebt. Was Wunder ist eS also, wenn man die Geistlichen verachtet, da die meisten Leute die sich nur ein wenig über den bürgerlichen Stand erhaben zu seyn glauben, ob sie gleich oft in der That noch darzu gehören, so sehr gewohnt sind alle andre, die unter ihnen sind, zu verachten, und in die Klaffe der HandrverksleutL zu setzen? Was für ein Gewicht hat der Hofprediger, wenn sich der ge­ringste Bediente an Hof, vornehmer zu seyn dünket? Und wie will tr reden, wenn er bey der geringsten Wahrheit, die er oft noch so sehr über­zuckert und vergüldet hat, besorgen muß außer Brod, oder höchstens aus Gnaden auf eine so genannte Pünitenz Pfarrey gesetzt zu werden ? Mit welcher Freymüthigkeit kann ein Mann in seiner Gemeinde sprechen, den VaS Gefühl seines Mangels, der seinen Zuhörern nicht immer unbekannt bleiben kann, kkemmüthig macht? Wie muß er sich drehen und wenden, um bald diesen oder jenen nicht zu beleidigen, und sich selbst weder vor da- gegenwärtige noch zukünftige zu schaden? Welch ein Nachdruck hat ein Mann, dessen Armuth jedermann bekannt ist ? Sind eS gleich tausend- mahl Vorurtheile, wenn man Leute verachtet, die sich in schlechten Um­ständen befinden, so ist doch nichts nach dem Lauf der Welt gewöhnlicher. So wenig es vor die geistliche Kirche gesorgt wäre, den Geistlichen zu Rcichrhümern zu verhelfen, und dadurch zu Stolz, Trägheit, und Schwelgerey Anlaß zu geben, so schädlich ist eS im Gegenthetl , wenn, wie es würklich unter den Protestanten in Deutschland gewöhnlich ist, kaum der zehnbte Theil der Geistlichen ein ordentliches und ihrem Stand pro- pornomrtes Auskommen hat. Man wird sich hier nickt auf die Zeiten der Apostel und der ersten christlichen Kirche berufen dürfen. Die ganze Welt weiß, daß die Apostel himmelweit von den heutigen Geistlichen un­terschieden sind, so aern sich auch manche unter ihnen mit jenen zu ver­gleichen pflegen. Die ganze Welt weiß, daß manches in der ersten chrW.

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