iJ4 Grefilsche wöchmtlrche gemeittttötzigc Anzeigen
Reden. Die verdriesliche Vorstellungen Haufen sich, und nehmen einen größere« Raum in seiner Seelen ein. Nun kommt es zu Thatlichkciten. Jetzt wird der ganze Raum seiner Seelen von unangenehmen Veistellun- gen, Die ein und eben denselben Gegenstand betreffen, ersüllet; oder die ganze Summe der Ideen sind unangenehme Vorstellungen. Sie letzen das ganze Verabscheuungs Vermögen ^Bewegung gegen Sm.pronium. Er fallt über ihn, vergißt sich ganz, und ist gegen die Einreden andrer und das Zurückhalten fühllos, mit einem Wort Leander gerarh in Wut. Setzet aber Sempromus seye Leanders Herr. Dieser wird sich die Folgen vorstellen, welche daraus entspringen würden, wenn ei sich gegen Sempronium wehre. Diese Vorstellungen beschäftigen einen grosen Theil seiner Gedanken. Er kann sie also nicht alle auf das gegenwärtige Uebel lenken. Nicht die ganze Summe seiner Gedanken sind Vorstellungen einer Art, aber doch ein sehr groser Theil. Er geräth m Affekt, vergeht sich m Reden, und geht mit Ungestüm davon. Hier ist em groser Affekt, aber keine Ä>ut. Die Seele hat einen Trieb das unangenehme zn entfernen, uad das angenehme sich gegenwärtig zu machen. Eme jede einzelne Vorstellung des Guten oder des Bösen können wir uns als eine Kraft vorstellen, womit dieser Trieb zu handeln durch sie bestimmet wird. Je mehr einzelne Vorstellungen sich nun für einen Gegenstand vereinigen, um desto gröser ist dieser Trieb, und das waS wireinen angenehmen Affekt nennen. Je mehr emzelne Vorstellungen sich gegen einen Gegenstand ver. einigen, um desto gröser ist der Trieb denselben zu entfernen, oder derunange. nehme Affekt. Titius macht ganz ruhig sein Buch zu. Nun fallt ihm ein wie ihn Eajus beleidiget habe. Er denkt nach, und fühlet eine geschwinde Bewegung des Herzens. Er denkt weiter nach, es fallen ihm mehrere Beleidigungen ein, des Herz schlägt stärker, er stehet auf und gehet in voller Bewegung in der Stuben auf und ab, das ist, er gerath M einen Affekt. So abstrakt dieses auch scheinen mag, so nothwendig müssen wir es merken, wenn wir in Erfindung der Regeln den Affekt zu beherrschen glücklich seyn wollen. Wir sehen, es komme alles auf die Menge der QSor» stand"a/E A" oder gegen einen und ebendenselben Gegen-
DieseS nun vorausgesetzt, untersuchen wir die Frage, ob die Asiek- ten an und für sich gut oder böse (wen? Dieses hat einen E-nflus m die Frage, sollen wir sie beherrschen, oder ganz auszurotten suchen - Denn wenn die Gemüthsbewegungen an und für sich böse sind, so sind wirschul-
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