I z r Gt'essische w?chetttliche genm'imStzkge Anzeigen
ner Weisheit fiille. Wäre es jemand klügeres gewesen, so hätte ich mich meiner albernen Reden wegen geschämt; und ich fteuete mich nicht wenig, daß meine Schwachheit verdeckt, ja gar als Weisheit verehret wurde. Dieser Lobredner lobte das scharfe Gesicht, wenn man auch gleich eine Brille auf der Nase hatte, und das scharfe Gehör, wenn man auch die Peruque von dem Ohr schieben mußte, um zu hören. Man lachte zwar heimlich, aber jedermann war er willkommen, weil jedermann hoffen konnte, sein Verstand werde brilliren: Wenn ich ein unbesonnen Wort redete, so wurde es mir als Weisheit ausposaunt. Das sind wohl genügsame Ausschlüsse der schweren Aufgabe. Ja nach meiner Einsicht, rheile ich dem Publico noch diese Bemerkung mit, daß lauter kluge Leute nichts als Unfrieden stiften und ein jeder nach seiner eigenen Einsicht handeln, also der Partheilichkeit und Eigenliebe, wenn sie unter dem prächtigen Schmuck der allerbegreiflichsten Gründe einhergeht , nicht nachgeben würden. Es sind so gar nützliche Leute, welche man in gehöriger dofi, um kluge Anschläge zu befördern, und die Stimmen volzumachen einmi- scheu sollte. Würde deswegen das große Edikt, welches wie ein Edikt von Nantes, zu Gunsten der Georgen über die ganze Welt ausgegangen ist, aufgehoben werden; würde sich eine grose Georgen Verfolgung erheben; würde man endlich auch mich für einen solchen anfehen, ergreifen und bey der Kehle fassen, so würde ich schreyen und rufen : wir armen
Georgen! wir thun keinem Menschen nichts! wir sind gutherzige Leute! wir machen keinen Menschen eifersüchtig ! wir sagen zu allem ja ’ man sollte uns gehen lassen! gehen sollte man uns lassen, wir sind die nützlichsten Leute, ja aufmuntern und belohnen sollte man uns! Nun hoffe ich habe ich meinen Gegenstand mit dem Scharfsinn eines Bayle, dem Pinsel eines Raphael, und dem Meise! der alten atheniensifchen Steinschneider behandelt. Ich schliesse mit den nachdenklichen, verstandvollen und scharfsinnigen Worten des Fürstens der Dichter, ich meine des Horaz Serm. 11. Sat. V. v. zc>.
Dixi equidem, & dico: R
Von den Asseceett.
Die Beherrschung der Affekten ist eines der wichtigsten Stücke der Sittenlehre. Ohne Affecten können Menschen nicht seyn, Sie sind das was


