i CG Gicsilsche wöchentliche gemernttützige Anzergen

den Predigern in ibrcm Feldbau behülsiich sind. 2) Ist es an undfürsich uichts unerlaubtes eine Sache, von deren Recht oder Unrecht man auch Überzeugt ist, rechtlich entscheiden zu lasten. Man fodert von einem jeden gesitteten Mann, alsdann in keine persönliche Zankereien zu verfallen. Warum will man es nicht von einem Prediger hoffen. Er hat Gelegen­heit auch hier seinen Zuhörern mir einem guten Exempel vorzugehen. Be- trift es etwan eine Grenze, welche ohnehin niematen viel austragen , und darüber doch unter Landleuten unzählig viel gestritten wird , so wird ein rechtschaffener Mann hier zeigen wre man zu verfahren habe. Er bitte Den Gegentheil sie sechsten zu machen , und um weitere Streitigkeiten zu ver­hüten, absteinen zu (affen, z) Ist das nochzu erwegcn, daß alle Strei­tigkeiten , da doch Pfarrgüter dem gemeinen Wesen gehören, dadurch füglich verhütet werden könnte, wenn sie von Obrigkeikswegen genau begrenzet würden. Man verfahre hier nach Gutdünken, und einen zänkischen strafe man. 4) Ist eS eben kein gerechtes Verlangen, daß ein Prediger, un­geahndet eines jeden Frevel, mehr als irgend ein anderes Glied des ge­meinen Wesens, soll ausgesetzt feyn.

Nunmehr wollen wir auch diese Sache von der guten Seiten betrachten.

r. Das wovon der Prediger besoldet wirb ift fieber/ unb ift beinahe allezeit/ die Feiten«en fid) verändern wie siewok* len, zu dessen blnrerhaleung hinlänglich

Man verkauffe die Güter, und mache eine gemeine Caste. Wie Vielen Zufallen kann diese nicht unterworfen seyn? Eine Caste kann betro­gen und erschöpft werden, und wer kann nur versichern daß solche nur ftinfzig Jahr in guten Händen bleibe? Die Beyspiele sind in dieser 2lrC Dinge häufig genug. Die Güter aber trägt niemand hinweg. Sollte sich ersteres einmal eräugen so würde man sich genöthigt sehen, die Predi­ger so lange abzuschaffen, bis die Caste wieder in bessere Umstände käme.

Von diesen Seiten scheinet mir die Sache wichtigere Folgen zu Haden, als man wohl bey dem ersten Anblick denken möchte.

Es ist bekannt, daß hundert Thaker vor einigen Jahrhunderten, ich sage schwerlich zu viel dreymn mehr waren a-s jetzo; das ist man konnte viel weiter damit reichen. So viel ist unläugbar, daß bis hieher dieses noch immer sott gestiegen ist. Demnach wurden die Besoldungen an Geld, welche in jetzigen Zeiten reich wären, in künftigen Zeiten sehr arm seyn. Welches Yimon die Folgen srpn werden, überlasse ich einem je­den