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den, der auch nur eine mitttlmäsige Kenntnis der Welt und der Menschen besitzet, zur Bcmtheilung. Armut!) machet wenigstens in^dieser Welt verachtet, entkräftet das zum Amt nöthige Ansehens und verleltet zU UnanlkändMkelteu Dieses alles ist bey der Besoldung von Gütern nicht zu befürchten. Der Werth ihrer Produkte steiget mit Dem Werth der an- dern Dinge, welcher man zur Unterhaltung benöthiget ist.
r Der Probtet er kann auf eine anständige Art seinen und her ^iniaen Vorrheü befördcr;; / und aucb in emer wohl crnge- &SS d-s AKrbauc-sime« Nebmmmschm und 5ut>»icrn mit einem guten Bei>picl Vorgehen.
gRll6 net Bsarrer von seinen Zuhörern empfängt, das ist um der guten Sa»- willen zu verwünschen. Der Bauer denkt er würde emeMe- N- «orn. oder -inen Thal-r mehr haben, wann der Pfarrer nicht wäre, und chnek i n ud«.gemeinen Lasten, welche man mit Geduld und h-iml ch m S-ufj-n tragen müsse! und diese scheint ihm um so viel chwe« r-r, -weniger bös was er giebt willkührlich ist, ihm also nicht als em Merkmal seines guten Herzens angercchnet werden kann. Die so genannte Acciveütien sollte man vollend verbannen, dann ihr Gebrauch ist entweder unbillig oder unanständig
Was aber durch Fleiß, laute Besorgung , und Einsicht aus den Gütern erzogen wird, das benimmt niemanden etwas, und was die etwa« niae Schuhten betriff, so weiß schon der Zuhörer, daß, wann auch der Psar« ter nicht wäre, sie doch nicht auf ihn zurück fallen wurden.
^,Ecr jst schuldig so viel Gutes zu befördern, als in seinen Kräften gebet ^ Ordnung in Berussgeschästen , Besorgung der S-konomie, ge- hören mit zu den Pßicht-n d-S Christentbums. Ein Prediger wird die belbe Gelegenheit haben hier mit seinem Beyspiel votzuqehen; wenigstens besser als wann er sich genöthigt siebet, sich entweder in seine vier Wände ein uitblicfen, so Voß der Zuhörer nicht weis, ob auch der Prediger die jv-Muna wozu er sie in allen Stücke» ermahnen muß, befolgen wurde, w um er mit ihnen ähnliche Besorgung hätte,loder er wird genöthiat spatzieren mahnwo-r doch nichts zu thun hat. Wann -rüberbieses U-ßt, sich neuerer Entdeckungen zu Nutz machet, so wird er manche« der randwirthschaft Md>i»-s Vorurtheil, ausrvtten können, welches em anderer zu thun, wohl das Herr nicht hak. }


