und Nachricht«». *67

Man darf mit tu Triebe der Natur zu Führern nehmen , sie so ein. ickränken, wie der gesunde Verstand eS einen,-den, ohne w-iklauftige Wis. s-nftbast l-hret; und was das vornehmste ist, dahin sein Hauptaugenmerk richten, daß anstatt der natürlichen Triebe keine künstliche erreget werden. - <m jedoch das Wohl seiner Kinder angelegen ist, wird sich Nicht »er- , triefen lassen, Schriften von der Diät zu lesen, sich Regeln zu sammeln, und sich solche gewöhnlich machen, daß ihm dieselbe beysallen, |0 bald Gele, genbeit zur Aussübrung vorhanden ist.

Nun mehr können wir in unserm Entwurf immer unter die Rubri« «ne deS Geistes das gehörige zeichnen. Hier ergeben sich zwo Abtheilun« gen. Man hak zu sehen auf dessen moralisch- und Metaphysische »oder wann man lieber ein ander Wort brauchen will, auf dessen physische Kräfte. Was wir darunter verstehen, wollen wir erläutern. Embst. dungskraft, Gedächtnis, Witz, Verstand, Vernunft, und wie man die Anwendungen der Kraft zu denken immer benennen mag, gehören zu den pbvftfcbe« Kräften der Seelen. Das Vermögen aber, diese Kräfte an. luwenden, oder die Wüllkehr, oder was sich in derselben auf irgend eine Art gründet, gehöret zu den moralischen Kräften. Letzteres wollen wir zuerst betrachten, und die Frage aufwerfen, was hak man bey Ausbildung d-s Willens vor allen Dingen zu besorgen? Von einem wohlgeor-neten Wil. ,en hanget die Anwendung aller Seelen Kräften ab; und densckben reg-lma« sta in machen, ist das allervornehmste Stück derErziehung. Es ist das was wederElt-rn lediglich dem Lehrer, noch dieser jenen allem überlassen soll. Cm Mensch ist in allen Augenblicken seines Lebenö in der Nothwendigkeit leine WlUküdr entweder gut, oder bös anzuwenden. Es dürfen also zu der Aus- befierung desselben keine besondere Zeiten ausgesetzt werden, sondern hiermuß eine beständige Aufsicht seyn. Der Anfang der Ausbesserung des Will« kübrs bestehet darin, daß man lerne den Gesetzen gehorchen , oder wann iL -Sanders ausdrücken soll, sich angewöhne nach Vorschriften zu be« uebten, oder zu verabscheuen, und seine Denkungskrast anzuwenveu. Vey Erwachsenen als welche schon U-b-rlegung-n fähig sind , sind diese Vor« schrist-n Bewegungsgründe, oder deutliche Einsicht des Guten od-rVS« len Hat ein Mensch eine Neigung diese zu befolgen, fo ist der Will« gebessert. Soll vieles seyn, so muß man schon eine Gewohnheit haben, öie ersten Einvriicke einer Sache durch die Sinnen nicht zu achten , und sein Wollen oder Nichlwollen so lange zu verschiebe», biS man sichrurch