Ausgabe 
21.8.1770
 
Einzelbild herunterladen

rL6 MeWche wöchentliche gemeinnützige Anzeigen

weil man weis, daß wenige ausgeführet werden» Woher wird man dann dieses so gewahr'? Ein Vorschlag wird gelesen, schleicht sich in viele Ge- danke« ein, erweck: andere Vorschläge, und diese werden, wo nicht ganz, doch zum Thei! zur Ausübung gebracht. Wann unter zehn guten Gedan­ken, nur ein einziger beherziget wird, so ist es schon der Mühe werrh.

Gelehrte Sacken, gehören nicht in ein solches Blatt. Man suche sticke in dem Jach der Wissenschaften, und den dahin einschlagenden Bu­cher, wo sie hin gehören. Linen und den andern seichten Kopf nut pöbelhaf­ten Satyren, wovon man augenblicklich Originale mit Fingern zeigen will, zu unterhalten, gefällt uns eben so wenig als das ewige spötteln tändeln und schwatzen vom Frauenzimmer, von der Mode, von dem Putz, von dem Sckoshündcken u-v. gl. Kleine Anspielungen, allerliebste Erzehlungen und! Liederchen, längst verbrauchte Erdichtungen, und etwas von den Sil­len zu sagen, was Hundertmalschon ist gesagt worden, erwarte man nicht. Diejenige welche noch bisher beytrage geliefert haben, haben einen viel ge­setzteren Endzweck vor Augen. Wozu soll aber diese Apologie? Sie ist dazu, daß wir uns entschuldigen, in vor letzterm Stückeinen Plan von Er­ziehung der Kinder angefangen zu haben, und was noch mehr, uns zu ent­schuldigen , daß wir ihn sorlsetzen.

Wir glauben, die Sache seye zwar an und für sich nützlich', sie kann aber, nach ihrer Absicht, besser in besonderen Abhandlungen stehen, Ivo man sie sucht. Doch wo sind alle Tage ökonomische Neuigkeiten? Aus Büchern zu schreiben, das ist viel zu mühsam, und eingeschickt wird auch nicht alle Tage. Dergleichen Abhandlungen , welche in irgend ein Fach von Wissenschaften einschlagcn, sind nur um das Blatt nicht leer zu taffen, aber bey weitem seine Absicht nicht.

Fortsetzung des Plans von der Erziehung.

Wir haben nur wenige Züge in dem Entwurf. Wer darnach hatte eine Tabelle entwerfen wollen, würde noch nichts weiter darmnen ge­zeichnet finden, als die zween wesentliche Tbeile eines Menschen, und un­ter denselben , daß man für dre Erhaltung und Entwickelung des Körpers und seiner Gliedmaßen sorgen muffe. Viele Regeln sind unnütz.

Man