und Nachrichten.
den öfters, zumahlen wenn im Sommer das Werk stark gehet / ganz erschöpft^ M Wassers ist auf dieser Salzsode höchst beschwerlich und kostspielig. Alle Triebwerker müssen durch ein grosses Rad, wor- innen Pferde oder Maulesel gehen, getrieben werden, und alles Wasser auf oie Gradier Hauser, muß mit Handpumpen hinauf gepumpt werden. Ein einiger Brunnen wird durch das Wasser eines nicht weit davon angelegten Teichs getrieben, doch kann dieses nicht beständig geschehen, wen dieser Teich nicht Wasser genug hält.
Die Anlegung von 2. bis 3. Windmühlen, als wozu die dasige Gegend recht schrcklich ist, indeme zwischen denen gegen Osten und Westen zu gelegenen hohen Bergen, gegen Norden und Süden zu, eine große Oef- nung befindlich ist wodurch eine Art eines beständigen Zugs des WindeS verursachet wird; und die Erweiterung des erwehnten Teiches, um sich desselben bey allenfalßiger Windstille, welche sich doch angeführter Ursache wegen gar selten daselbsten zutragt, zu gebrauchen, würden alle diese Beschwerlichkeiten heben können, und im Stand seyn, durch gehörig anzule- gende Triebwerker, das ganze Werk, und wenn es auch noch viermahl so stark wäre, als es vermahlen ist, vollkommen zu treiben.
Diese Anlage würde freylich viele Kosten erfordern; ich sehe aber doch auch nicht ein, wie dieses Werk auf eine bessere, und wenn es einmal im Stand wäre, wohlfeilere Ar! könnte getrieben werden , zumahlen wenn stärkere und reichere Quellen, wie doch gar wohl zu vermuthen stehet, entdeckt werden könnten. * **♦ Der Nutzen davon würde dennoch die Kosten bey weitem übersteigen, und sehe ich daher nicht, was gegen diesen Vorschlag eingewendet werden könnte. Fliessendes Wasser dahin zu leiten um die Werker damit treiben zu können, würde allerdings viel besser seyn, allein ich wüste nicht wie selbiges sollte möglich gemacht werden können. Der Nidda Fluß liegt viel tiefer als die Salzsode, und Oie von Yem Ursprung desselben nach der Seite der Sode zu, und bis hinter diese fortdaurende an einander Hangende Reihe hoher Berge, macht eine Ablei-
M 2 tung
* Dem Zuschuß des Tage - oder sogenannten wilden Wassers kann durch eme bessere Fassung der Brunnen abgeholfen werden.
** Wenn bessere oder gleichhaltige Quellen zu entdecken sind; so ist es ratbfam ihnen iit der nördlichen Ebene nachzuspühren, weil das Streichen des Marmor -Gebürges von da hergehet, und die Horlof Aufschläge Wasser geben könnte.


