und Nachrichten SLP
etwas aus bester, wenn gleich irriger Einsicht, gethan werde, und zwar zu der Absicht daß man anderen einen Schaden abwende, so seye man ohne Schuld, wenn auch gleich ein und der andere Fehler dabey begangen worden seye. Kann man also wohl fodern, daß derjenige, welcher jum Besten anderer etwan Truppen abgerauft, ju bestrafen und jum Ersatz anzu» halten seyn? Kann man erweisen, daß dieses aus einer bösen Meynung herrühre, so ist wohl keine Frage. Wenn aber aus dem Erfolg erwie, seu werden könnte, daß man vergebliche Kosten gemacht, aber aus guter Meynung, so kann man nach meinem Bedünkcn keine Entschädigung fodern. Wann z. E es nahe an jemandes Haus brennt, ich befürchte daß das Feuer das Gebäude ergreifen möchte, reiße aus der Ursache einen Schoppen weg, wovon ich glaubte daß durch denselben das Feuer möchte forrgepsianzet werden, kann man mich alsdann anhatten den Schoppen zu bezahlen , weil man nach Austölchung des Feuers stehet, daß es doch keinen Schaden gethan haben würde? Ich glaube immer daß man alsdann entschuldiget seye, ja Lob verdiene, wenn nur nicht erwiesen werden kann, daß man eine böse Meynung darunter habe statt gehabt. Man muß niemals eine Handlung aus einem zufälligen Erfolg, sondern unter den Um- ständen, worunter sie geschehen ist, beurtheilen.
v Ich nehme mir die Freyheit Ihnen diesen Brief zu schicken, damit Sie denselben ihren Blättern einverleiben.
2K. • V
I« einem unseren vorigen Blätter wurden wir in einem Brief auf# ' »esoderk ökonomische Schriften $u nennen, woraus man sich jur Verdes« fetung oec Oetenomie unterrichten tonnte. Wr nennen hier folgende.
SeiumeOa zwölf Bücher von der kandwirthschast, welchen Herr Prof. CurkiuS vor kurzem in schön Deutsch herauSgegeben, ist unter den alten , denen man so viel zu danken hat, der ausführlichste und beste. Er trägt vieles vor, das zu unfern Zeiten als neu angesehen wird, er schreibt aber in Italien, een da nicht alles in Deutschland eingeführt werden kann.
o» G. Leopolds nützliche und auf Erfahrung gegründete Einleitung lu h« ianvw'tttzlchch «7tQ-1- Was »er Titel vechnchr, M wirkstch


