rr6 GieMche wöchentliche gemetnnStzige Anzeigen
noch Geld von ihrer Besoldung zu Capitalien machen. ES ist wahr alsdann kann man dieses mit der größten Gemüthsruhe und Ansehen sagen, denn man denket sich unter der Antwort werter nichts , als dieses : man muß alsdann einige Capitalien weniger machen, oder wann man kein Bier oder Wein trinken kann, mit Wasser vorlieb nehmen. DaS ist alles sehr gut , und da auch sehr wohl angebracht, no von solchen die Rede ist, deren fette Pfründen diejenigen Stücke, welche zum! Vergnügen dienen, liefern, aber wie stehet es da aus wo nur von den Nothwendig- teiftn die Rede ist ? Unmöglichkeiten können wohl durch keinen Macht- fpruch möglich gemacht werden. Was daraus folgen wird laßt sich leicht absehen. Es wird eben so gehen , wie bey den schlechten Schuldiensten, wo man verlieb nimmt eS mag sich finden wer da will. Es sind solche ' Exempelvorhanden, daß man einen Viehhirten, der hinter seinen Kühen wäre steif worden, also es bequem sande,sich in daö trockene zm begeben , zum Schulmeister machen mußte, weil sich sonst niemand fände. Wer leidet darunter? DaS gemeine Wesen. So würde eS freylich anfänglich auch bey den Psarrdiensten ergehen, aber mit der Zeit würde man wohl Rath finden. Dieses alles hebt ober die obigen Gründe nicht auf. Hält man es für dienlich einen Pfarrer zu unterhalten, glaubt man daß dieser dem gemeinen Wesen nütze, warum will man nicht, lieber die Austheilung so machen, daß jeder jährlich eben so wohl beytrage, als zu andern Unterhaltungen? Doch ist eS allemal besser, wann sichere Fonds da find, woraus, ohne die Ader einer Beschwerde, zu erregen, solche besoldet werden können. Ge- vug, wenn ich auch auf die Einwürfe mcht antworten könnte, so bleibet dennoch dieses richtig, daß die Accidentien ein ganz unschickliches Mitte! sind den Pfarrerlzu besolden.
Eintzelaufener Brief/ wogegen wir gar nichts 50 erinnern wissen.
kN H Sie haben letzthin etwas von den Fehlern der -Oeconomle beym Kriege erwehnet. ES ist darin» viel wahres enthalten, und es wäre zu wünschen, daß man alle begangene Fehler sorgfältig bemerkte, um solche auf die Zukunft zu vermeiden, da es zümahlerr aus der Erfahrung bekannt ist, daß Deutschland mcht lange ohne Krieg bleibet. ES entstehet aber die Frage, Hh such lolche Mlttjü imputittn seyenr Mich dtzM immer, wann
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