Ausgabe 
16.1.1770
 
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beliebten Briefe auf der rzsten Seite moa hat kemBsyspies, daß ein einziger davon gestorben, und sie können glauben (fahrt die edle Schrift- e stellerm fort) daß die Probe dieser Erfahrung einehinlängliche Gewähr- h leistung fcheinm muß, weil ich sie an meinem theuren klemen Schngen m zu machen gedenke. Ich bin Patriotin» genug mir Mühe zu geben diese nützliche Erfindung in England einzuführen Und in der That hat diese edle Patrioten ihr Versprechen ersüllet, und diesen heilsamen Handgrif in ihrem Vatterland bekannt gemacht.

Die Vortheile der Blatereimpfung sind so überzeugend groß, als die Eiuwürfe welche die Wiedersacher derselben dagegen machen, nich­tig sind. Wir wollen nur einige davon anführen; unsere Leser können als­dann selbst von dem Gehalt derselben urtheilen. Aus den sorgfältigen Beobachtungen der tiesvenkenven britkischen Aertzkr schön wir, daß von denen, welche die Pocken auf die gewöhnliche Art bekommen, unter f. eintä stirbt, nicht selten hat auch das Nebel dermaßen gewütet,, daß r von y. gestorben, ja einsmalen find von 300. Kindern, die bößartige Pocken hat­ten , 270. gestorben. Bey der Impfung hingegen ist von 200 Kindern eines gestorben, ja wann es an einer sorgfältigen Wartung nicht fehlet, gar keines. Diß waren schon Gründe, um sagen zu können, daß das Impfen das allerzuverkaßigste Mittel, den schädlichen Folgen der Po­cken oorzubeugen. Man bedencke nur die Folgen, wann die Cörper zu einer gefährlichen Krankheit ganz und gar nicht vorbereitet ist, sondem unversehens von derselben überraschet wird: verziehet eS sich mit den Po­cken biß die Kinder erwachsen, und zu einem gewissen Alker kommen, so find sie desto gefährlicher; ja die Pocken können einen zur sehr ungelegen eil Zeit überfallen, wenn man in der Fremde, auf Reisen, oder an einem Ort sich befindet, wo man weder einen Arzt, noch Arzeneyen, noch nöthige Wartung erkalten kann; ist es also mchtrathsam, eine beständige Furcht und Ungewißheit worinnen man lebt, zu überwinden , dadurch daß man die Kinder, wenn sie noch jung find , impfen lasset? Wir-versuchen Gott nicht dadurch: wir widersetzen uns nicht seiner Allmacht; wir wagen es nicht von ihm Wunderwerke zu erwarten; sondern indem wir uns sei­nes gnädigen Bestandes gelösten , bedienen wir uns der Impfung, als eineS andern Verwabrunnsmiktels, als einer Arzney, und zwar in dem gcwiss'n Z^rauen, daß wir dadurch einer grausamen , grsährüchen, überhaupt unentweichlichen, und oft tödklichen Krankheit vorbeugen kön­nen. Wir sündigen nicht wider die weise Vorsehung , sondern nehmen

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