rmd Nachrichten. $f
-rscanten und Manufacturarbeiter verfertiget werden und hinreichend sind, nirgendwo auserhalb Landes an laufen und im Lande feil bieten dürfen; daß r. zu dem Ende die inländische Maaren, an jedem Ort wo fit verfertiget worden, zur Beschauung vorgelegt und geschätzt; da beneben z) mit einer sehr leidendlichen Abgabe beleget werden müssen, wenn man nicht zu Verbesserung der Maaren und Aufnahme des Handels ausserhalb Landes, diejenige, welche sehr gut ausgefallen , und an die Auswärtigen verkauft werden, von aller Abgabe befreyen will; dahingegen 4) daß die Fa- bricanten und Manufacturarbeiter, ihre Maaren nicht fdbfien stückweiß an die Unterthanen verkaufen dürfen, sondern denen Kaufleuten und Cramern wenn es dieselbenverlangen, zu Befürderung des Handels, en gros überlassen müssen; wobey man jedoch f) acht haben muß, damit nicht die Maaren unter andern durch übermäßige Foverung auser Abgang gebracht werden. Geschiehet dieses, so wird es denen Unterthanen nicht einfallen, ihre Nothwendigkeiten auserhald Landes anzukaufen, die Fabri- canten und Manufacturarbeiter aber werden leichtlich einsehen und gewahr werden, daß auf diese Art bey ihrem Handwerk etwas zu gewinnen; sie werden daher den Ackerbau, wenn ;fit ihrer Geschicklichkeit trauen , von sechsten fahren lassen; und es wird nicht an Leuten fehlen, welche sich auf alle Gattungen von Gewerken legen, solche auch so doch und weit alS die Ausländer immermehr zu treiben suchen werden , anderer guten Folgen und Vortheile nicht zu gedenken. Zum Beweiß daß unter diesen Anfialten die Fabriquen und Manufacturen empor gebracht werden können, hat man nur ans diejenige Handwerker und Profeßionen zu sehen t welche zu jenen nicht gerechnet werden, und fast aller Orten in denen Städten und Dörfern im Schwang gehen. Dann die Ursache, welche zum Grund lieget, bestehet lediglich darinnen, daß in Ansehung dersdben nicht leichtlich Eintrag geschiehet; es wäre denn auf üffentlichen Marktägen. Daher kommt es auch daß bey dem Verfall der Fabriquen und Manufacturen die mehrste sich denselben widmen. Der Handel auserhald Landes läßt sich nicht erzwingen, er ergiebt sich aber, nachdeme die Maaren verfertiget werden und der Handel im Lande selbst auf einem besseren Fuß gesetzet worden. Dahingegen würde bey obigen Anstalten dem Armuth oderviel mehr dem Müßiggang ohnfthlbar gesteuert werden. Dann so wie die Nahrungsgeichäste in Aufnahme kommen, so wird die Armuth oder der Müßiggang vermindert. Deswegen sollte man nicht so wohl über den starken Anwachs der Armen; als vielmehr der Müssiggänger klagen. Diejr-
L 3 nige


