z-z Gressische wöchentliche gemeinnützige Anzeigen
Digen vergnügt seyn, als auf eine solche Art Reichthümrr erlangen wollen. Kann aber ein Mensch ein anderes Mittel haben seinen Unterkalt zu erhal, ren, und er will lieber fein Leden einem ewigen Pointiren widmen, als dem ^meinen Wesen, dann wird wohl lein Zweifel bleiben zu welcher Ciasse von Menschen man ihn setzen müsse. DaS ist doch wohl genns, daß der wcrrh eines Menschen nur allein nerch dem Gutem welches er als Weltbürger und als Christ / würket bestimmet wird. Dieses ist Vas wahre Verdienst. Wre viel Verdienst hat also wohl cm Spieler von Prvteßion? Ich getraue dasselbe wenigstens nicht mit Dem Verdienst eines Nachtwächters, ober Hirten Knechts adzuwiegen. Es ist sichtbar wie gros das Uedergewicht seyn, und auf welche Seite es sich neigen würde.
Niemand wird aber auch leichtlich gestehen , daß der Gewinn se.ne Hauptabsicht seye, sondern nur das Vergnügen. Auch von dieser Sei. ten müssen wir nun diese Sache ansehen. Wann das Spiel unter den Einschränkungen, unter welchen ein Vergnügen erlaube ist, gebrauchet'wird / und zwar so / daß der Verlust keinem Theil nachteilig oder empfindlich fällt / sollte es alsdann wohl unerlaubt se^n k Man muß die Grundsätze vor Augen haben, aus welchen dieses kann entwickelt werden.
Die Kräfte der Seelen können und dörfen nicht allezeit zu ernsthaften Geschäften angestrengee werden.
Die Schranken der Seelenkräfte geben es gar nicht zu, daß sie allezeit in gleichem Grad gebraucht werden. Eine Bogen Seite welche stars gespannetist, wird schlechte Würkung hervorbringen. Wer seine Ge- müthskrafte allezeit auf das Ernsthafte richten will, wird endlich seine Geschäfte gleich einem träumenden verrichten, ohne Geist und Nachdruck. Es müssen in der Folge unserer Handlungen solche angetroffen werden, welclie an und für sich nichts bedeuten, damit der Verstand während derselben sich erholen und zu wichtigem Geschäften vorbereiten könne. Diese müssen nun eben nicht bey allen einerley Arr seyn. Dem einen ist eine Handlung eine Erholung welche einem andern ein sehr ernsthaftes Geschäfte ist. Wenn der Gelehrte an feinen Drehbank geht, so ist ihm das eine Ermunterung, was 'dem Dreher eine Arbeit ist. Hier lassen sich keine Gesetze vorschrelben, sondern es ist genug, wann es Handlungen sind, welche keine Mühsame An. wen-


