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gen kann man den Gebrauch der Lotterien/ aus einem ökonomischen Gesichtspunkt betrachtet/ rechtfertigen. Sie ganz zu verdammen wäre eben so Vie! als behaupten/ daß es Unrecht seye , sich mit einem unmerklichen Verlust die Möglichkeit eines sehr glosen Vortheils verschaffen.
, Die Einschränkungen welche hier zum Grund gesetzt werden , behalten auch bet) der andern Frage ihren Werth. Dann ein ehrlicher Mann und ein Christ darf die Pflichten ein-.s Hausvaters nicht verletzen. Unter diesen Bestimmungen ist aber die Frage so zu beantworten/ daß man nicht Atkin auf die äußere Rechtmäsigkeit einer Handlung siebet / sondern auch auf die innere. Die Bewegungsgründe oder die Absichten sind es eigentlich/ welche die Handlungen einem ehrlichen Mann und Christen anständig machen. Ich glaube diele Frage wird in folgenden Punkten eine deutliche Auflösung erhalten.
i. Man muß keine Gelegenheit / rvo die Vorsehung uns Oder andere glücklich» mneben kann/ ungebraucht lassen.
Dieser Satz zeigt sich von selbsten als eine Wahrheit. Auch ausere Vollkommenheiten sich und andern zu verschaffen ist ein rechtschaffener Mann und Christ verbunden. Es ist damit nicht so leicht von der Sa- che abgesprungen wann wann man spricht / es beträfe doch nur etwas zeitliches, es beträfe doch nur Geld. Der hat sich noch sehr wenig um die Tugend bekümmert/ weicher nicht weis/ daß sie sich in dieser Welt durch den rechten Gebrauch und Anwendung zeitlicher Güter müsse mei- stenthciis würksam erzeigen. Es ist wahr die Tugend eines verlumpten Bettlers kann ächt und sehr gros seyn. Träfe er aber keine Tugend bey einem bemittelten an, so müßte er bald verderben. Leute von Vermögen können bey ein und eben demselben Grad der Tugend unendlich mehrwürk- liches und äußeres Gute stiften als solche / welche ganz von Mitteln entblößt sind. Doch dieses ist nur eine Ausschweifung, dann es ist nicht zu glauben / daß die Wahrheit in Zweifel wird gezogen werden. Es ist nur die Frage ob Lotterien diese Gelegenheit auch würklrch verschaffen , ob sie nicht allein Gelegenheit zu äußerem Wohlstand, sondern auch der Vorsehung darbieten. Daß die Vorsehung oder göttliche Regierung auch hier walte, wird niemand in Zweifel ziehen, wer von derselben einen richtigen Be- yrif bat. Alle Compendien Der ächten Philosophen und noch vielmehr Theologen beweisen, daß auch die geringsten Dinge ein Gegenstand der
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