Uttd Nachrichten. 29 r
te, aber dieses ist nur ein ©cbeim Dann diese hat zwar ihre Stufen, kommt aber nicht auf die Höhe wo ste einer Gewisheit so nahe kommt, daß man etwas ansehnliches Darauf setzen könnte. ES bestehe z. E. eine Lotterie aus woo. Loosen, worunter io. Gewinnste fepcn. Nach Dem gemeinen Ueberschlag müßten also auf rov. Loose i. Treffer kommen. Es können aber auf ioo. Loose 5. Treffer kommen, und folglich unter 500. Loosen nicht 1. Treffer seyn. Es ist in diesen grosen Zufälligkeiten kein sicherer Grund die Wahrscheinlichkeit zu messen oder zu beurteilen. W„ Luft hat Die Probe zu machen, Der nehme einen Wmffel und thue et- wan damit 60 Würfe. Da nun 6. Zahlen auf demselben sind, so wurde, nach obiger Regel Der Wahrscheinlichkeit, jede Zahl 10. mahl müssen oben stehen. Die Erfahrung aber wird nicht allein lehren; daß dieses nicht geschiehet, sondern auch Daß wann man sich eine gewisse Zahl erwehlek, solche 'N einer bestimmten Anzahl Würfe, bald wenig, bald vielmal mehr erscheinet; man wird sehen, daß sich kein gewisser Maasstab Der Wahrscheinlichkeit findet. Der Fall ist Der nämliche, als wie mit Der Berechnung Der Wahrscheinlichkeit Der Lotterie. Sie haben etwas allzu zufälliges/ als Daß solches aufallgemeine Sätze zurückgebracht werDen könnte. Man stehet Dieses an Den Lotto - Calendern sehr Deutlich. Jede von den 90 Zahlen hat zum Ausziehen, an und für sich betrachtet, gleiches Recht. Dannoch siehet man, daß manche zehnmal, manche nur einmal, manche gar nicht unter mehr Dann hundert Auszügen sind heraus kommen. Da sich nun nicht einmal ein Maasstab zur Beurteilung Der Wahrscheinlich- feit annehmen läßt; und Da Die größte Wahrscheinlichkeit welche man in Diefer Sache annehmen kann, leichtlich fehlet, ohne daß eben auserordentliche Zufälle, wie etwan bei) einem Handel statt finden, so wird es Dem -Oeko- nomen höchst unanständig seyn, einen ihm empfindlichen Verlust zu wagen.
Man kann ferner annehmen, die Wahrscheinlichkeit muß mit dem was man ausgibt in Verhältnis stehen. Ist also diese sehr genug/ so muß auch das genug seyn, was man ihrenwegen waget.
Swwi.fie mufj in Verhältnis stehen, mit dem was man erlangen kann. Ist nämlich das genug / was man gewinnen kann, und über dmes , Die Wahrscheinlichkeit: $u demselben auch genug / so ist eS nicht vernünftig eine merkliche uud gewisse Auslage deswegen zu unternehmen. Wer wird z. E. einen Gulden auölegen um 10 st. zu gewinnen, P p 2 wo


