Ausgabe 
8.5.1770
 
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W GreMche rvöchettEche gomekttnützize AttZefgm dieses ganz deutlich. Es wird, sagen sie, bey heftigen Bewegungen das Blut nicht allein in eine geschwindere Bewegung gesetzet, sondern auch häufiger nach dem Kopf getrieben. Wann nun die Blutgefäße stark an- gefülletsind, was kann leichter erfolgen, als daß sie alsdann zerreißen. Wann aber Blutgefäße im Gehirn zerreißen, so erfolget der Tod,

Alles dieses was Man anführet ist unlävgbar. Es ist eben so gewis, daß Menschen durch Affekten sich entweder den Tod zuziehen , oder ihre Gesundheit schwächen, als gewis es isth daß solches durch Unmäßigkeit im Essen und Trinken geschiehet. Wird aber wohl daraus folgen daß Essen und Trinken an und für sich schädlich feye, weil Man so leicht da­her Schaven nehmen könne ? Man muß jederzeit das was die Sache überhaupt genommen ist, wohl unterscheiden von dem was sie ist in ih­rem unmäsigen Gebrauch. Unmäsige Affekten sind allerdings schädlich. Titius würde zwanzig Jahre länger leben, wenn er sich nicht allemal är- Serte, so oft er vön andern höret gutes sprechen, und böse würde, wann rr stehet daß andere Leute vergnügt sind.

Im Gegenryeu ab« rönne« masig« Affekten dem Blut eine frische Bewegung mttrheilen, und vieles zur Erhaltung der Gesundheit beytra. Sen. Man wendet gegen die Affekten ein, daß sie die Denkungskraft der Seelen schwächten. Ein Mensch wird nach einem starken Affekt sich nicht im Stande befinden, mit eben der Starke nachzudenken als Onsten. Die Physiologen geben uns auch hiervon eine Ursache an. Mit den Vorstellungen der Sele sind allezeit proporkionirte Bewegungen der Fibern des Gehirns verknüpft. Daher rühret es auch, daß man oft Durch allzustarkes Nachdenken ermüdet wird, oder daß man Kopfweb be­kommt. Bey einem Ass-kt ist eine krampfhafte Bewegung des Gehirns. Diese läßt allemal einechr proportionirre Schwäche zurück. Nach diesem Zustand des Gehirnsrichtet sich auch die Seele in der Ausübung ihrer Henkenden Kraft. Venn wir aber alles dieses zugeben, wird daraus fol- KÄÄ aÄunD tu'stch Der Schluß °°L WH Ausübung der denkenden «rast der Seel- schw-ichee.

°ber chun diese« die Affekten ; darum sind ff- W «äfifm*"'*? schlechterdings jugeben. Sonst Außten, Arbeit, di« un« endlich ermüdet, und Schlaf, derebenfasis tk ÄuSsibWS der dsgkwSksi Kraft Sn Seel« fchwachec/bösk feye. Molt«

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