Uiesßsche
wöchentliche
gemmWW KnzcWn M Mchrichtev Neunzehntes Stück.
Dienstags den 8ten Mav 1770. Mit Hochfürstl. Hessen Darmstädtischer gnädigsten Erlaubnis.
Vdtt den Affekten.
’TfÄie Gründe womit man zu behaupten sucht, daß die Affekten böse ÖT ) fenen , sind vornehmlich diese. Sie find, spricht man, unserm
Körper schädlich, sie schwächen die Dmkungskraft der Seelen, sie setzen endlich den Menschen in die Gefahr thörigte Handlungen zu unternehmen. . . , ;
Dem Körper sollen sie schädlich seyn, we'ä sie Blut m eme hef- tinc Bewegung setzen. Der zornige wird roth, lene Augen funkeln, sem rvuls schlägt stark. Man hat so gar Beyspiele dar Menschen aus heftigen Affekten ihr Leben plötzlich eingebüßet haben, uw dieses so wohl au- angenehmen alS aus unangenehmen. Wer weiß ncht, rMiffethäter, welcher eben den Schwerdtstrerch erw«tet, und begnadigt ^iro, eine Ader öfnet, um die schädliche Folgen der F«ude iu hemmen? lman dar Beyspiele daß Menschen, über welche mir das Schwerdr ist ^chwungm worden, aus Schrecken sind kod blieben Mancher,st m dem Affekt des ZomeS plötzlich gestorbm. Die Physiologe» erklären uns


