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sen deö Bleyes herrühren, zu denen aber der Dunst von den Kohlen, den die Lunge auffängt, gewiß das Seinige beyträgt. Würde daher nicht diesen guten Leuten, die die Gefahr, weiche ihnen droht, lange nicht genug kennen, anzurathen, ja, würden sie nicht selbst dazu anzuhalrrn seyn, daß sie ihre Arbeit, ich meyne die Verzinnungen auch ohne Bley, in der freyen Luft, oder, wo möglich , unter gut ziehenden Schornsteinen anstellten?
§ r o. Es ist mir noch übrig, einnige sichere Merkmale anzuzeigen, an denen man eine gute reine Verzinnung von einer bleyischen unterscheiden könne. Ich hoffe gewisse hiezu dienliche Proben in der Chymie zu finden, ja längst zu kennen, (z. E. Die mit dem Liquore probatorio, der die bleyischen Weine verräth, ohne darum, wie ich nun geleriu^ha- be, nicht den Zweifel übrig zu lassen, ob nicht ein andres Metall , als das freylich am meisten zu vermutende Bley, in dem Weine fei), das die Schwärzung des Weines hervor bringe,) und der Versuche, die ich zu diesem Zwecke vorgenommen, sind so viele, daß ich mich wohl hüten werde, sie hier zu erzählen: zumal nicht wenige ganz fruchtlos gewesen, die aber dieses nicht gewesen sind, auf Subtilitäten hinaus laufen, deren genaue Beobachtung Schwierigkeiten bat, dennoch, wenn ihr Resultat entschieden seyn soll, schlechterdings nothwendig ist; und eben daher sind sie für das Publicum nicht brauchbar. Ich I)obe mich also nach einfachen leichten Unterscheidungszeichen umgesehen, die jedermann ohne Mühe sich bekannt machen, und wornach er den Werth oder Unwerth einer Verzinnung doch mit hinlänglicher Gewißheit beurteilen könnte. Und diese habe ich theils in dem äußerlichen Ansehn , das an den verschiedncn Verzinnungen verschieden ist: theils in einer gar nicht umständlichen Pro-- be gesunden, die mehr eine mechanische als chymische, und eben darum von desto allgemeinerer Brauchbarkeit ist.
§. xi. Was nun jenes Unterscheidungszeichen, welches von dem bloßen äußerlichen Ansehn hergenommen ist, anlangt, so besteht solchesin folgendem; Je mehr Bley in einer Verzinnung steckt, desto blauer oder schwärzlicher erscheint sie, und ein geringer Zusatz von Bley giebt ihr allemal eine mehrere Glätte und einen vollkomncrn Spiegelglanz, als an jedweder andern mit den bisher bekannten Handgriffen gemachten zu sehen, in Der kein Bley ist. Ja dieser Bleyzusatz kann , nach dem 2. §. um ein großes das Zinn an Schwere übertreffen, und die Verzinnung wird doch noch dieselbe schöne Glätte und den Spiegelglanz zeigen, wodurch sich jene
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