Ausgabe 
3.7.1770
 
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ll4 Giesilsthe wöchentliche gemeinnützige Anzeige» min, und daraus abnehmen, eS seye noch Vorrach vorhanden. Diesen kol-l man ein andermal. So geher da« gegenwärtige fort, aber nicht -ur'dieses sondern auch das, waS in künftigen Jahren gezogen wird: Dann davon muß man bezahlen, was vorher durch Ankaufung an Geld fortginge.

7 Man muß einen. Unterschied machen unter denen Orken, wo man nur Durchmärsche hat, von denen man vermukhen kann, baß sie nur einmal geschehen , und unter denen Orten, wo der Schauplatz de« Krieges felbften ist. Ersteres findet da statt, wo die Armeen in einer Enk« fernung find, und letzteres wo sie entweder würküch stehen, oder doch öf« wrS nach der Lage der Sache hin zu stehen kommen.

Was in jenem Fall Klugheit ist, als z.E. Abkausung der Truppen, Lieferungen u. d. gl. das ist in diesem Thorheit. Die Sache könnte durch ^remvel erläutert werden, wenn sie die Erfahrung nicht deutlich gemacht dätte Doch nur eins. In £. harte man gehöret, daß die Vorfahren bey einem Krieg, welcher fünfzig Meilen Weg entfernet wäre, hey etlichen Durchmärschen die Fuhren verdünget und ihr Vieh zur Aussteifung deS Fel. des, welche eben, da «Sim Frühjahr wäre, geschehen mußte gebraucht halten, ff« bliebe kein Zweifel, daß dieses ebenfalls zu thumsehr weißlich seyn würde. ou allem Unglück ibare aber der SchauplatzdeS Krieges bei)?. Täglich,ja Endlich kamen bald von dieser, bald von jener Parth e Trupven ; auch konnte man wegen der nahe gelegenen Armeen nicht einmal auöstellen. Doch vermiethete man die angesetzte Fuhren um etliche hundert Thaler. Das wäre sreylich darum gut, daß einig« Particuhers iljr Geld an die Gemeinen jum Darlehn bringen konnten. Aber nur dieses wäre schlimm, hast das Geld fort wäre, und noch ben nämlichen Tag andere Parthicn ka« men, und au» das Vieh Wegnahmen. Dieses wurpe denen jetzt lebenden Em, wohnern tu Grund gerichtet, und die zukünftige haben das Geld zu bezahlen. Damit war« es noch nicht genug. Es käme noch die dritte Parthie.un» da sie kein Vieh sande, so nähme sie die Einwohner selbst, um das zu tragen, was sie nicht fahren konnten.

Di« Nachbarn waren um etwas vorsichtiger. So bald sie ihr Vieh rur Aussat gebrauchet hatten, so schaffeten sie es entweder ab , oder liefen ti selbst die angesetzten Fuhren khun. Weiler konnte man nichts vtrlan« ' ' gen.