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T Fragtnenee vom Lne§.
---Kann man die Lasten des Krieges auf die Nachkommen Welzen? Wann das waswürklich geschiehet auch möglich ist/ jo bleibet gar keine Frage.
Die Auflösung dieser Aufgabe ist leichter als man denken sollte. Wie aber dieses? Man bestreite nur die Unkosten auS den gemeinen Casten, so ist geschehen was man verlangt.
Die Nachkommen und wann sie auch in hundert Jahren erst geboh- ren werden sollten, werden unter der Bedingung gedohren , daß sie die Schulden, welche ihre Väter gemacht haben, bezahlen müssen, wenn sie auch die Einkünfte nicht haben, welche diese bey dem Kriege hatten.
Wann Einquartirungen kommen , so lege man sie in die tbä*
Häuser, und bezahle, was sie verzehret haben aus der gemeinen Casse. ES verstehet sich von selbst daß man dieses Gelb aufnimmt, um die Kriegsunkosten zu bestreiken. Hätte man diese ordentlich vertheilet, so hatte ein jeder seine Unkosten tragen müssen, und die Nachkommen Härten nichts mehr davon gewust. Durch dieses Mittet muffen sie es aber wohl gewahr werden, sie mögen wollen oder nicht.
Kommt eine Parthie, welche Quartier machen will, so gebe man ihnen ein oder em paar dutzenv Ducaten, und sie werden die Höflichkeit haben , sich auf den nächsten Ort zu Quartieren. Sollte dieser ebenfalls auf solche Art unter Augen gehen, so werden sie mit gleicher Höflichkeit w-itet gehen. So kann man immer das sparen, was sie mehr würden gekostet haben.
Freylich wird mancher Führer einer Parthie, der seinen gewissen Posten hat angewisen bekommen, welchen er mcht meiden darf, soklugseyn, und sich an einem -Ort, den er vorher durchpaßiren muß so stellen, als wenn er da bleiben wollte.
- - Ist es darauf angesehen, daß eine gewisse Gegend zu esoer wüsten gemacht werden soll, das heißt, daß man alles was zum Unterhalt der Truppen diener, will wegnehmen, (als welches das System de» Franzosen im letzten Kriege wäre,) so accordire man nur, und kaufe von Hemden Orten her, was sie verlangen. Dieses wird man willig armeh-
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