Ausgabe 
3.7.1770
 
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und Nlachn'Hrcrr- *aiy

Hen. Wann es aufs höchste käme, so mußten sie eben das thun, waS Vie andern thun mußten, welche Geld und Vieh weggegeben hatten, ndm# !ich das tragen, was sie nicht fahren konnten. Hatten wohl erstere etwas zum voraus? AlS der Krieg zu Ende wäre, so hatten bevde flTtrmrr, aber mit ernem grofen Unterschied. Diese konnten sich wieder erholen,, jene aber müssen noch die Schulden bezahlen.

---M. und N. sind zwey Dörfer, welche neben einander liegen. In M. vermierbete man die angesetzke Fuhren, tiefe Truppen und Lkefe- rungen ab, und hatte um und um die Armee stehen, doch hofte man im» wer noch zu retten In N. thateman.ee nicht. Zuletzt waren beydever- wüstet, und die Einwohner aus jedem mußten das Brod in den Armeen betteln, wann sie etwas essen wollten, und Vieh kaufen, wann sie ihre Aecker wollten auöstellcn.

Beyde mußten Geld aufnehmen auf ihre Güter. Doch zeigte sich in einigen Jahren ein groser Unterschied. .In M. mußte man noch Die gemeinen Schulden bezahlen, und der Credit fiele, wegen der Übermaß- gen Ausgabe. In N stehen alle gut. Güter werden nicht weggetragen, aber wohl das, was darauf ausgenommen wird.

Sollten wohl die Nachkommen nicht als unmündig können betrach­tet, und ihnen zum voraus Vormünder gesetzt werden ? Sollte wohl die Herrschaft nicht wohl thun, und alle Aufnahmen aufgememe Caffen ver­bieten ? Wann jährlich so viel Geld an Zinßen dem Land hinaus geschleppt wird, so gibt es nicht nur Geldmangel, sondern es wird auch ein Landauf eine geheime doch thätige Art einem andern zinsbar. Wenn auch die Un- terthanen in einem Dorf oder Amt alle davon laufen müßten, so bliebe Dod) dem Herrn der liegende Boden, und er würde bald wieder andere Unter* thanen hoben, welche die Abgaben entrichten, und mit ihren Nachkom­men wohl leben könnten: bey der Erlaubnis aber, aufgemeine Cassen auf- zunrhmen, geschiebet in der that eine Veräußerung, welche dem Herrn nachtheilig ist. So weit der Brief eines Anonymi.

Nachricht.

Da nunmehro wieder ein halbes Jahr zur Pränumeration unsrer Blätter eirrtritt; als werden die Herrn Liebhaber unserer Blätter gezie­mend