' vnd Nachrichten. - 3^
nachher weiter nichts nöthig hat, als nur eine Salbe aufzulegen, welche die Wunde reiniget, und das Wiederwachjcn des Fleisches befördert.
/ Weil man nicht allemal Asche von Weinreben haben kann, um nach vorhin gemachten Recepte eine Lauge davon zu machen, so will ich hier em andres Mittel wider dieses Nebel mittheilen, welches man aller Orten und zu jeder Zeit haben kann. Der Pater Lahar hat es in seiner Reise nach den amerikanischen Inseln, im rten Bande auf der z^ten Seite bekannt gemacht. Ich bekam, sagt er, zu dieser Zeit ein Nebel an einem Finger an der linken Hand, das mir große Schmerzen verursachte. Der Wundarzt sagt mir, daß es der Wurm sey; ich glaube es ist das Nebel welches man in Paris un mal d’avanture nennt. Er wollte sogleich Jncistones machen. Weil ich aber gar kein Liebhaber vom Schneiden bin , so bat ich ihn, die Mühe zu sparen, und wollte erst ein ganz unschuldig Mittel versuchen, das man mich wider dies Nebel gelehrt, und davon ich noch niemals, weil ich es nicht nöthig gehabt, Gebrauch gemacht hatte. Man nimmt dabey ein frisch gelegtes Ey, und öffnet es mit einem dünnen Holze, denn man muß ja kein Eisen oder Stahl dazu nehmen. Man laßt das Eyweiß heraus laufen, thut r mal so viel Salz zu dem Gelben, als man sonst zu einem Ei) / das man essen will, nimmt, rührt es mit dem Holze so lange in dem Et) um, bis es zerschmolzen, gießt es alödenn auf geschabtes Linnen oder Cbarpie , und bindet es nm den wehen Fmger. Man läßt es z mal 24 Stunden darauf liegen, nach deren V rlauf findet man ein kleines Lochin der Haut, durch welches die scharfe und beißende Materie, welche durch ihr Fressen und Nagen an den äußersten Enden der Nerven den Schmerz verursachte, heraus gedrungen ist. Man legt ein wenig Rosensalbe (onguent roßt.) darauf, es zuzuheilen , und nach 2 bis 3 Ta gen ist man von einem Uebel'befreyt, welches oft dem Wundärzte sowohl als dem Kranken viel zu schaffen macht. Ich bediente mich dieses Mittels auf die Art, welche ich angegeben habe, mit so viel Glück, daß die Schmerzen, welche ich empfand , sich nach wenig Augenblicken verloren, und als ich nach 2 Tagen das Pflaster abmachte, so war das Geschwür völlig geheilt. Ich hatte nicht einmal nöthig eine Salbe darauf zu legen, sondern ich verband den Finger bloß mit ein wenig Linnen. Da mich dieser Versuch die gute Würkung dieses Mittels kennen lehrte, so habe ich es vielen andern wider eben dies UM vorgeschlagen, und es hat immer die gute Würkung getham
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