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die Bmdsamkeit lehren; Lhrysostomus ist ihr Demosthen; Attgufkrn redet mit lautem Beyfall vor ihnen, und---nun wage ich es aber kaum
weiter forkzugchn. Die folgende Jahrhunderte sind in lauter Finsternisse ringe hüllet. In diesen Finsternissen irre ich herum. Ich suche Christen und ich finde eine ungeheure Menge, Agnoeten ist ihr Nähme denn sie find alle Glieder eines Ordens, den Gregorius zu Ehren der Unwissenheit, und der verderbenden Faulheit gestiftet hat. Die Hörsäle der Redner sind verschlossen, nirgends höret man ihre Stimme, nirgends den Gesang eines Dichters, alles schlaft, alles schweigt, wie die Natur, wenn eine Son- uenfinsterniß das Erdreich bedekket. Hier seufze ich nach dem Lichte, wir ein Wandrer, der in der Mitternacht eine Einöde durchwandert. Vielleicht verschwindet sie nun bald, diese traurige Nacht, vielleicht verkündigt die Stimme, die ich jezzo höre, den gewünschten Tag. O welch ein rek- zenves Lied entzükt mich! petrarcha singt, gleich Philomelen , wenn alles schläft. Nun sind keine Finsternisse mehr: nun verschwindet auch die Dämmerung; der Tag bricht an, und siehe! Mik dem Tage kommt der Held! Der Held, der die Rechte des Glaubens führt. Er verwüstet daS Reich des Aberglaubens. Die Barbarey , die auch m den Tempeln der Christen ihren S'Z aufgeschlagen hatte, fliehet vor ihm. Die Religion zieht mit ihm triumphircnd in ihre Wol-rmngen ein, und herrschet wieder in ihren heiligen Pallästen. Wir nennen uns stolz auf seine Tbaten, nach seinem Nahmen, Luther ist unsre Ehre. Und er selbst, dieser Held des Glaubens, was für Wunder hat er durch feine Beredsamkeit verrichtet! Wie viele Herzen durch seine Poesie gewonnen. Und sein Mitarbeiter an dem Reiche des Erlösers! - - O wie vieles würde Melanchton nicht noch durch seine erlernten schönen Wissenschaften zur Fortpflanzung des reinen Glaubens ber-getragen haben; wenn erLmhersHerz, und seineStar- ke in höheren Wistenschaften gehabt hätte.
Ich wünschte diese Geschichte weiter fortsezzen zu dürfen. Ich wünschte von diesem Zeitpunkte an, biß auf unsre Tage denjgemeinlchaftlichen, den gesegneten Wachsthum der schönen Wissenschaften und der Religion zu schildern. Ich sehe ein sehr fruchtbares, em sehr angenehmes Feld vor mir. Tausend Gegenstände reizen mich in dieser Aussicht; Gegenstände, die auch vielleicht einige meiner Leser mit Vergnügen Unterhalten würden. Jedoch hier sollen meine Grenzen seyn, Andre von meinen Lesern verlay- Ken vielleicht schon längst die Erfüllung meiner Absicht. Sie sind in i> M Errmtuyg deMig, wie ich pieVorwüch der Widersacher Mhm,
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