L8 Gicssische wocheNkll'ch^gömeittnZtzrge Anzerssm die das Band , das die Religion und schönen Wiffenschast-n so amott» emigt, mit aller Macht zu zerre,ss-n suchen. 9
Ihr vornehmster Emwurfgcht dahin: hat der Glaube, spachen ^uch die Ungläubigen begeistert, jene Griechen und Römer, die dock nock rmmer die Muster sind, nach welchen sich alle andre bilden, die Queüea woraus alle schöpfen? Behauptet nicht Voltaire mit einigen seiner Sckü- ler, auf die er stolzer ist, als DeutMands Alexander auf seine Eroberungen , behaupten diese nicht unter den schönen Geistern einen vorzüglichen Rang? Aber sindste nicht auch Verachteri sind sie nicht Spötter ter Relrgron? F
Dies ist der Hauptangrif, den unsre Gegner wagen. Ick beaean- chnen, ohne mit Unverstand die Alken zu verachten; ohne einem 2statirr/ jßcbafteebiiry / einem Voltaire z und einem Rousscav .dieEhre, dis sie als lchöne Geister erlangt haben , zu rauben. Wäre die Kunst -des Redners, und des Dichters mit der Lehre des Glaubens unzertrennlich verbunden, könten sie in keiner andern Schule gebildet, und allein von dem Gerste der uns fertig macht, begeistert werden; so würden wir wM nie eine Hermade, nie eine Jliade und Odyssee gesehen habet,. Aretins Büßlieder würden die ersten Früchte seines poetischen Geistes g.welen sevn Aber wir preisen die Religion -als eine hülstrtche Freundin Oes Dichters' Mr erheben den Redner, der sich von ihr leiten last, und -lassen andern Ihren Wehrt. Wir streiten nicht um die Krone der Srt-gen , nicht um die Palmen, die einst die gerechten tragen werden. Hier leidet freylich die Regel der weisen, die sich um die Ursachen der Dinge bekümmern, eine Ausnahme. Hier kan allein der Glaube der Christen Thaten thun Dieser allein überwindet; dieser allein krönet. Es kan aber seyn, daß jene auch ohne Religion, ohne Glauben, vorzügliche Redner, gekrönte Dichter geworden sind. Eine Würkung kan verschiedene Ursachen haben. ES kan auch seyn, daß sie eine unvollständige, eine falsche Religion gebildet hat. Auf diesen Gedanken führen uns die Beyjptrte der grösten heldni- schen Dichter. Mit was für einem Eyfer rechtfertigt Homer die Unschuld der Götter an dem Tode-des Egisthus! Er fuhrt uns in ihre Versammlung. Jupiter redet also: die Sterblichen unterstehn sich uns zu lästern / und ihres Unsslüks wessen nnzuklassen; da sie doch ihre tbongten Lcidenschasien in alle die Hebel stürzen, die ihnen die "Gotter nicht bestimmt , hatten. EZisthvs dient allen Ehebro-
zum Bcyfpiel. Hatte er nicht von uns die heWmsteir ^athschlässe


