Kvd Nlachrr'chttrt.
hls- für uns Haden; wenn wir die Tugend und Unschuld im Elende - wenn wir den rechtschafnen hütflos, verlassen, ohne Rettung, und ohne unfern Beystand ansehen? Glücklich war Lieus. Er verlohr nur einen einzigen Tag stines Lebens; höchst unglücklich find wir/ wen der Verlust unserer Tage mit dem Verlust unsers Lebens verknüpfe rst.
Die Biene in eine 2lre von Schlaf zu bringen / daß fit den Wins ter über ihren Vorrath von ^-onig nicht verzchren.
Wann man nach Michaelis bemerket, daß Vie Bienen keine Flucht mehr haben, und ihre Nahrung auSwarrö nicht mehr finden können , jo aräbet man an einem hohen, trockne» und fandigten Otte ein koch in die Erde, einen Fuß tiefer als der Bienenkorb hoch rst. Man leget unten auf Den Boden Stroh, und fitzet einen Kord mit zugemachtem Fluglochs auf das Stroh, damit keine Erde daran kommen und der Kord nicht vermodern könne.
Sodann machet man die Grube mit Erde wieder zu, auch über dm Korb her, und tritt seidige brav feste, damit keine Luft zu dem Korb kommen könne.
Ist der Korb halb leer, so leget man zuvor etwa- Heu hinein, damit der leere Raum nicht so groö und kalt ftyn möge.
Dicks Verfahren nennet man: die Bienen in Schlaf bringen. Um Qü-rn wann Vie Luft warm wird , gröber man bey stillem Wetter und warmen Sonnenschein den Korb wieder aus, und setzet ihn an seinen Ort, tja man denn mit Vergnügen wahrnehmen wird, wie Vie Bienen sich nach gerade wieder regen, und gleichsam lebendig werden, auch in ein paar Ta- M munter ausfiiegw. : . ..V -J *
»cm Herbst r?66. hatte mein Imker zwey geringe Bienenstöcke, welche nickt halb voll waren, solchergestalt in den Schlaf gebracht, selbige haben' in diesem adgewichenem Sommer so gute Art gehabt, daß der eine fünfmal)! und der andere orepmahl geschwarmet hat, auch beyve ihre Körbe ganz voll Honig Httragm.
* P. R. Westphal.
Mm» EL«


