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wir sie in ihrer Verbindung und in ihrem Zusammenhänge betrachten, auf eine höhere und verborgens «Hand zurück, die alles so und nicht anderst gefügt hat. Wie vieles geschieht nicht durch unser ganzes Leben, welches nimmermehr erfolgen würde, wenn wir von andern Eltern, odet auch zu einer andern Zeit und an einem andern Orte geboren worden? Wenn David von andern Eltern oder an einem andern Orte und Theile der Welt, als z. E. in Amerika, geboren worden wäre, oder auch einige' Jahrhunderte eher oder später gelebt hatte: würde er wohl brS auf den Thron eines Königes erhaben worden seyn? Eben dies können wir noch täglich" in ähnlichen Verstände wahrnehmen, wenn wir unsere Eltern, die Zeit und den Ort unserer Geburt u. d. g. aufmrrksam betrachten. Uner- forschliche und unbegreifliche Weisheit der göttlichen Regierung.' Wer ist fähig, jene Absichten und Ursachen zu erklären , die Gott bey so vielen und so weit ansfehönden Veränderungen und Folgen unserer Geburt hat?' Wer kann jene Gründe bestimmen, warüm wir eben gestern und nicht heute, warum wir zu der, und nicht zu einer andern Zeit, warum wir an diesem, und nicht an einem andern Orte das Leben erhalten? re. Sollten wir nicht auch hier in heiligster Ehrerbietung und Verwunderung bekennen: Dein Rath, o Gott ist heilig und wunderbar 1 du führest alles herlich hinaus.
Zum dritten offenbart sich auch die Vorsehung und Regierung Gottes bey dem Fortgänge oder bey der Erhaltung unsers LebenS. Gott hat bereits vom Anfang der Schöpfung die Anlage gemacht, daß ein jedes unter den lebendigen Geschöpfen, auf eine seiner Natur gemässe Weise, seine Erhaltung bewerckstelligen kann. Wenn man z. E- die mancher- ley Thiere, Vögel und Gewürme betrachtet, Wie immer eins dem andern zur Speise und Nahrung dienen muß, und wieausdiese Art dis äusdeck Urberfluß derselben zu besorgende Last, in Absicht auf disMenschen, weg- fallt, oder doch wenigstens erleichtert wird; so mü)ke ein Mensch ganz verblendet seyn, wenn er hieraus keine höhere und sirr ihn wachende Vör/ sicht erkennen wollte.
Der Mensch ist unter allen, auf Erden befindlichen Geschöpfen am vorzüglichsten; folglich erstreckt sich in so weit die göttliche Vorsorge auf eine ganz besondere Weise über den Menschen, um dessentwillen die ganze Welt geschaffen wurde. Gott handelt bey feiner Regierung mehr mittelbar als unmittelbar. Der Mensch muß also nach dem Maaße der, von dem Schöpfer erhaltenen? Kräfte arbeiten, und sich jene m dem Sehü-
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