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halt desto mehr genöthigt wären den päbstlichen Stuhl nicht lange ledkg stehen zu lassen, Es wird bey jeder Pabstwahl von neuem gewöhnlich in dem vaticanischen Pallaste erbauet, und sind in demselbigen so viele kleine Zellen von brettern als Cardinale vorhanden sind, die hineingehen. Diese sind etwa r2. römische Werkschuh hoch, und 20. breit. Jede ist em Schuh von der andern abgesondert, und in und auswendig mit grüner, bey den von dem verstorbenen Pabsie aber erwehlten Cardinälen, mit Violet Serge bezogen. Sie werden durchs Looß ausgetheilt, und jeder Cardinal hängt sein Wappen mit seinem Nahmen vor die Thür seiner Zelle.
Ueberdem hat nun noch eine jede Celle einen Unterschlag vor dieCon- clavisten, das ist, 2 Bedienten, welche jeder Cardinal bey sich haben darf. Ist er ein Fürst so kan er z haben, und dazu werden allemal die klügsten, und des römischen Hofes erfahrensten Leute genommen. Denn bloß durch sie ist es nur möglich, ein geheimes Verständniß in und äusser dem Con- clave zu haben. Sie haben eine kurze, aber oft recht einträgliche Bedienung. Von dem neuen Pabste haben sie allemal recht grosse Belohnungen zu hoffen, nachdem sie ihm zu der dreifachen Krone wenig oder viel sind behülflich gewesen.
Die Speisen werden den Cardinälen auf Unkosten der päbstlichen Kammer von ihren Haußbedienten mit vielen (Zeremonien und einer grossen Begleitung von frembden täglich einmal ins Conclave gebracht. Sie werden ihnen durch die sonst verschlossenen runden Gitter oder Rader gereicht, nachdem sie vorher von den Prälaten, welche diese besezt halten genau unter * sucht, und von allem Verdacht frey gefunden sind. Die Cardinäle und ihre Conelavisten dürfen, wärender Malzeit, durch die eröfneten Räder mit denen die davor stehen, reden. Sie geben auch Gesandten manchmal alS- denn Audienz. Es darf aber keiner anderst als recht laut, und in lateinischer oder jtalienischer Sprache sich ausdrükken.
Bey der Wahl richtet man seine Absichten fürnehmlich auf eine Persohn, die schon bey Jahren, aus den Orden der Cardinäle, ♦ nicht zu gut spanisch und französisch gesinnt, aber auch diesen Cronen nicht verhaft ist» Von den ehemaligen ungewissen Arten zu wählen ist man längst abgegangen: und geschicht heut zu tage die Wahl gewöhnlich per fcrutinium ot>e$
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* Vermöge der Bulle Pauli II. vom Jahr 1464. kan kein andrer aks ein Cardinal zum Pabst gewählt werden. Daher der Cardinal Bellarmin, als ihn ein Prälot fragte: warum so wenig Cardinale in dem Verzeichniß der Heiligen kamen, gar wohl zur Antwort geben tonte; Quüyolun: cflc tzaGLmi,


