Ausgabe 
23.5.1769
 
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und Nerchrr'chten. 20 r-

Sprache, die em großer Theil der neuem Weltweisen redet? Ist es ein Dialett einer Zigeuner Sprache, oder sind es Zaubercharactere die man erfunden Hat , um aus Kleinigkeiten große .Geheimniße zu machen? Wa­rum spricht man nicht in der Sprache des Umgangs, der gesitteten, und grossen Welt ? Sollte man nicht glauben, der Geist der Finsterniß und der Barbarey, die ehemals die Scholastiker-beherrscht hat, wäre wieder in die Deutschen gefahren? Braucht man Kunstwärter, so folge man WolfS Exempe!: die deutsche Sprache ist ihm viele Erweiterung schuldig. Er schreibt besser deutsch, als ein grosser Theil seiner Nachfolger. Ware er ein wenig mehr iy denMönen WMnschäften bewandert gewesen, so wür­de er in Absicht auf die Schreibart viele eben so weit, als in Absicht aufden erfinderischen Geist hinter sich gelassen haben. Eine gute Schreibart er­fordert eben keine Tändeleyen, kühne und gewagte Ausdrükke, oder einen lachenden Wiz^ Die Ernsthaftigkeit steht ihr eben so gut und ohne Zwei­fel in der Weltweisheit weit besser an, als Scherz und Satyre. Vertragt sich eine gute Schreibart wohl weniger mit der Philosophie als mit der Geschichte, oder mit den erhabensten Wahrheiten der Religion welche eini­ge große Manner in allem Glanz des Ausdruks vorgestellt haben? Platö, Cicero, und selbst Leibniz, auf den sich auch der kleinste Geist zu beruffen pflegt, könnten einen jeden belehren, daß die Schreibart in der Weltweis­heit eben nicht gerad barbarisch seyn müsse. Einige kleine Abhandlungen über einzelne Materie«, die hin und wieder in teutscher Sprache zum Vor­schein gekommen sind, machen uns Hofnung, daß endlich Leute aufstehen werden, die wo nicht der ganzen Weltweisheit, doch wenigstens einer oder der andern Wissenschaft derselben ihren alten und natürlichen Schmuk wieder crtheilen werben, ohne deswegen in eine unnüzze Weitläufigkeit zu verfallen, welche viele Leute auS Vorurtheilen vor ein wesentliches Skü» einer gutem Schreibart ansehen. St.

Eme Bwnenfutterutty/ die weder aus Zucker noch Honig besteht/zu machen.

. Aus dem Hannöverischen Magazin Z5tes Stük S- 558- fcq. von 1769.

Der Saft von Birnen zu Syrop eingekocht, kommt leicht in Gah- rung, schadet alsdann den Bienen, ist kostbar und mühsam zu erhalten, sonst aber bekannt und im Rorhfall an verschiedenen Orten gebraucht.

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