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Ein Geist voll Trieb und Kraft, den Kleist und Denken übt> Der Wahrheit kennen darf, und ihre Schönheit liebt. Der Wahn und Vorurtheil mit edler Freyheit zwinget. Und täglich schöner wird, je mehr ihm dies gelinget. Ja, der des Rechts gewiß, so ihm der Schöpfer gab, Noch größre Würden hofft, auch jenseits Bahr und Grab. Dem hier die schöne Weit voll Lust und Anmuth grünet, Der ihren Bürger nutzt, und ihren Bauherrn dienet, Der voll Empfindlichkeit die gleiche Schönheit fühlt Die durch dies Rund vertheiit, aus tausend Wesen spielt, Hier junge Wangen ziert, und dort mit stolzen Bogen, Wenn Tag und Licht erwacht, den Horizont umzogen, Hier aus den Fluren lacht, dort einen Scherz gebiehrk, In pecnens Zügen reitzk, in Grauens Tönen rührt, Aus St-eelens Schriften spricht, in Didons Zähren weinet, Und mehr als alles dies in Doris Reitz vereinet. Und denn ein Herz, o Freund! das diesem Geiste gleicht, DaS seine Vorschrift hört, und sein Geheiß erreicht, Das in den Schranken liebt, die Pflicht und Wohlfahrt stecket, Und wenn es haßen muß, auch so den Haß erwecket, Das sich mit Gütern nährt, die ewig rein und fest, Und die noch unser sind, wenn uns der Leib verlaßt, Ein Herz das edel, frey, voll Großmuth, Huld und Liebt, Und männlichmuntrer Glut, im wohlgeprüften Triebe, Das zärtlich im Gefühl, nie grobe Freudewählc, Und selbst den Fehler straft, wenn seine Wahl gefehlt, Das eignes Urtheil scheut, und nie vor dem Gewissen, Darf unbereute Schuld mit stummer Zagheit buffen;
Ein Herz voll heitrer Ruh, die keine Schwermuth trübt, Als nur die selbst im Schmerz, ihm stille Freude giebk, Das im Bewußtseyn nur verübter Tugend lebet, Und stets aus Demuth klein, nach größrer Tugend strebet, Ein Herz, das ruhig stirbt, weil alles, was man denkt, Gewissen, Gott und Welt ihm Grund zur Freude schenkt, O Freund! vollführe Du der Bildung matte Striche! Mein Herz wünscht nur beschämt, daß es dem Herzen gliche.
Bbb r Berrei-


