Ausgabe 
17.10.1769
 
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M Giejsische rvSch<tttkr'ch--SemeLnMtziZe Anzetzew tzon wir jedoch, weil wir nie dergleichen gesehen haben, zu unferm Glück schr wenige Vorstellungen haben. Nachdem diese beyde eme geraume Zelt, eine starke Prüfung, wie sie es nennen, ausgestanden haben, so sind sie von dem Schöpfer aller Himmelskörper in diesen glnckseMen Zustand ver- ietzt worden, der sich nun auch auf uns ihre Nachkommen, msge- Lamr erstreckt. Wir vergessen daher auch nicht mitten unter unsirn Freu­den, unfern Schöpfer und Wohlthäter, den sie uns kennen gelehrt und der sich uns alle Augenblicke durch seine Werke weiter offenbarter, mtter- der ehrfurchtsvollen Dankbarkeit zu loben.

Ich hatte ihm mit einer Are von Entzückung zugehört, und alle Augenblicke den heimlichen Wunsch gethan , auf diesem Comeren bleiben ru können. Anfänglich, ich muß es gestehen, war er mcht sonder ichlau- ter r mir gefiel bloß die Abwechselung in der Liebe. Aber je mehr mem Freund redete, je mehr fühlte ich meine Seele sich erheben, je mehr reinig* ten sich meine Gesinnungen, und als er fast zum Ende seiner Rede emes schlechtem Auffenthalts feiner Voreltern auf einem andern Himmelskörper gedachte, so deuchte es mir einige Abbildung unsrer Erde, darinnen gewahr zu werden. Ich dachte mit Schröcken wieder an dieselbe zuruck, und siuf- zete mehr als einmahl aus tiefem Herzen. Mein Begleiter bemerkte eS, und sagte: vielleicht bist du an einem solchen -Ort zu Hause, wie derjenige war, auf dem sich unsre beyde Voreltern befanden'? Aber was hindert dich hier zu bleiben? Komm wieder mit zur Gesellschaft. Siehst du, sie ha­ben uns behorcht. Sie stunden würcklich auf einmal alle um uns herum, ^ch schämte mich vor mir selbst, und vor diesen unschuldigen Leuten, die ich anfänglich mit ganz andern Augen angesehen hatte, und ich war noch dann besorgt, dieselbige möchten wohl gar meine ersten Gedanken in dem innersten meines Herzens haben lesen können. Das Frauenzimmer so zu­nächst bei) mir stand, ergrif mich bey der Hand und forderte mich mit ei­ner unbeschreiblichen süßen Mine zu einem Lusttanz auf, den sie so eben anstellen wollten. Aber, o Himmel! als sie mich anrührte, erwachte ich. WaS soll ich nun thun? So werde ich wohl in meinem Leben nicht wie­derträumen. Ich will aufstehen , und zu meiner tugendhaften Freundin Selinde gehen: ich will ihr meinen Traum erzählen: sie wird mich bebauten: aber ihre Unschuld und ihr gefälliges Wesen wird mir meinen Verlust einigermaßen wieder ersitzen. Sie wird koch nicht