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ler Zufriedenheit, die Rede seines Mundes , die Vorstellung eines Heizens , das die Freude wieder belebt hat. Alles dieses, und noch mehr, sind entzükkende Belohnungen für sie.
Je höher sie über andre erhaben ist, desto weiter verbreiten sich ihre Wolthaten. Das Glük ganzer Staaten blühet um sie; wenn sie aufdem Thron flzzet. Je grösser die Schazze sind, die sie besizzet : desto grösser ist der Seegen, den sie aufs ganze verbreitet. Es ist daher gar nicht rühmlich diesetbigen gänzlich zu verachten; und höchst ungerecht sie zubesiz- zen ohne durch eine rechte Anwendung derselbigen sich ihres Besizzes würdig zu machen.
f Cs ist aber auch nokhwenLig, daß wir untersuchen, gegen wen, und wie sich die rechte Liebe aussert, wenn wir ihren ganzen groffenWehrt recht schäzzen, und in ihr die erhabene Würde des Menschenfreundes entdekken wollen. Sie macht keine Ausnahme. Sie weihet sich Freunden, und ist den Feinden hold. Kleine Vergehungen machen sie nicht kalt: groseer- fiikken sie nicht. Sie sucht den Feind sowohl, als den Freund zu gewinnen. Jenen sucht sie von seinen Unvollkommenheiten zu befreien, und diesen in feinen Vollkommenheiten zu starken. Wie klein würde das Gebiet Der Liebe feyn, wenn es sich nicht weiter als auf edelgeflnte Freunde erstrek- U ? Die Liebe will andre vollkommen machen, und solte diejenigen übergehen, die noch die grösten Unvolkommenheiten zeigen, und die folglich ihres Beystandes, und ihrer Hülfe noch am meisten bedürfen?
Auch in der Weise, wie sie sich zeigt, bleibt sie sich immer selbst gleich. Die Liebe khut alles gerne, ohne Zwang, ohne Widerwillen,freiwillig mit einer freundlichen Mine, und einer gewissen Art der Freundlich- keit und stets gefälligem Wesen. Dies ist ihrer Natur fogemas, daß wir mit ficherm Grunde schliessen können; wer dem andern Wolthaten mit Murren erzeigt; wer das Gkük_seines Nechsten mit Widerwillen befördert; Der hat keine rechte, oder welches einerkey ist, er hat gar keine Liebe zu ihm Der Neid, oder eine andre abscheuliche Frucht des Lasters herrscht schon in seinem Gemühte. Er sähe gern das Unglük feines Bruders, und ist wider sich selbst aufgebracht, daß er in Umstanden verwikkelt ist, die chn zwingen, der Beförderer seines Glükkes zu werden. Ich muß euch nur helfen, spricht der Ungerechte, der die Liebe verkent, damit scheu- rer los werde. Die rechte Liebe hört kaum den bedrängten in der Ferne: so eilt sie ihm schon entgegen; sie ßöst schon durch ihre Blrkke der beküm- nmttn Sttk dm süssesten Trost ein. Wenn fie wolthutr so erwirbt pe


