vnd Nachn'chtett. Lrz
gäbe seiner academischen Alterthümer schreibt: Christina ist unter allen Königinnen die es gewesen sind; noch sind / und xndlciebt jemals |eyn werden / die gröste / die befte. Dem sey, wie es wolle r so wird sie doch in Vergleichung mit der ersten preussischen Königin GO- phia Charlotta wenig gewinnen. Diese brachte es durch ihreVorsorK dahin, daß die königliche Academie der Wissenschaften im Jahr 1700. gestiftet wurde: Eine Stiftung, welche zum Fortgang desmenschlichen Verstandes unendlich viel beygetragen hat. In den Memoires de Brandenburg legt ihr der gröste König daher das gröste Lob bey: und in der ge* lehrten Gesibichte des Weltweifttt zu 5E- 5o«ci wird es bestatt,gt. Diese Fürstin, Heist es , besaß den Geist eines grosen Mannes, und die Wissenschaften eines Gelehrten. Sie glaubte es sey für eine Königin nicht unanständig, wenn sieeinen Weltweisen hochschäzztte. Dieser Weltweise war Leibniz. Da diejenigen, welche vorzügliche Gaben von dem Himmel empfangen haben, sich den Fürsten gleich hoch in die Höhe schwingen; so würdigte sie Leibnizzen ihrer Vertraulichkeit. Sie that noch mehr. Sie schlug ihn als denjenigen vor, der allein fähig wäre den Grund zu der neuen Academie zu legen. Leibniz / der mehr als eine Seele harte, wenn ich mich also ausdrükken darf, verdiente wohl den Vorfiz in einer Academie zu haben, die er, iyi Fall der Noch, ganz allein würde haben vorstellen können. Unter den berühmtesten Mitgliedern dieser Academie waren die Herrn Basnage / Berrroulli / U Croze, Grrilelmim / Harr- sockcr/ Hermann/ Kirch/ Römer/ Stürmer/ Varignon/ des Vignoles/ werenfels^ und Wolf. NachgehendS hat man die Herren Beaujobre/ und Lenfane dazu genommen, Gelehrte deren Federi! den Zeiten Augusts/ und Ludwigs XIV. Ehre gemacht haben würden.
Neben diesen glänzenden Beyspielen könte ich nun noch leicht andre aussteüen: es giebt noch Fürsten, und gekrönte Häupter dieses Jahrhunderts genug; die ich nennen könte, und die eben dadurch daß sie die Musen in ihren Ländern und Staaten anständig aufnahmen, sich nicht nur berühmt, sondern auch ganze Völker glüklich gemacht haben. Ich muß aber viele übergehen, blos um nicht weitläustig zu werden; und besonders auch um die Ehre unserer Zeiten zu rechtfertigen. Welche Ehre für unser Jahrhun- tert, daß in dem Anfänge deffelbigen ein fast grenzenloses Reich sich durch die weisesten Vorkehrungen, und die erhabensten Gesinnungen seines Oberhaupts von den Fesseln der Vatbarey losr,ß? Peter der Große vet- ViW es auch darum denennt LU werden, weil er dtt erste war / der durch
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