Ausgabe 
13.6.1769
 
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rr» GresiW)ew5chetttzlr'chFZemeLttttützr'ge AnzeiKn gethan hakten. Doch möchten die Unruhen veS damals fast allenthalben wütenden Krieges auch hieran mit Schuld feyn. Das Feuer der Zwie­tracht war unauslöschlich. Die stillen Musen flohen, und fie würden gänzlich verjagt worden seyn; wenn nicht endlich die wolthätige riebe zu den Völkern die Liebe zu den Wissenschaften, und zu ihren Lieblingen wieder erwekk hätte.

Aer erste, der von dieser Liebe beseelt wurde, war Lvdwtz XIV. Ein König, an dessen Lob und Verdienste um die Gelehrsamkeit sich die grösten Lobredner nur schüchternd gewagt haben. Frankreichs Gelehrte er­fuhren besonders die Huld ihres Monarchen; fie aber nicht allein; sondern alle durch die Wissenschaften groS gewordene Männer in ganz Deutschland tonten sie erfahren, und muffen sie rühmen. Remesms / Lonring/ undBoekler harten lange ihre järlichen gewissen Einkünfte, und wie viele haben diese, und noch andre Geschenke von der Gnade des wolthätigen Regenten genossen ? Man sagt der Minister Johannes Baptista Colbcrt sey mehr als Maecen gewesen. Es konte nicht anders seyn; da fein König mehr als August war. Das entzükkende Beyspiel des Monarchen muffe ihn spornen. Er suchte dagegen die ädelffen Neigungen dessetbigen noch immer mehr zu vergrössrn; wenn er selbst für das Wohl der Gelehrten, und besonders derjenigen, die zu Paris lebten, so sorgte; daß er ihren Mange! durch sein eigenes Vermögen ersezte.

Wem ist aber unbekannt, was der Schweden Königin Christina zur Aufnahme, und zum Flor der Wissenschaften durch nie genug zu rüh­mende Anstalten, und Vorkehrungen beygetragen hat. Sie ist merkwür­dig in der Geschichte. Verdienen einige von ihren Handlungen Tadel; so bleibt doch ihr Eifer für die Ausbreitung der Gelehrsamkeit höchst äve! und ruhmwürdig. Schweden hatte noch wenig angesehene Gelehrten ge­habt; aber zur Zeit ihrer Regierung konte es einige vom ersten Range auf­weisen. Bökler/ Vofsitts / Carvestus/Salmastus/ Scheffer-/ Heinstus kamen unter ansehnlichen Bedingungen dahin; und man kann von ihnen behaupten, daß sie durch ihre Talente gleichsam daselbst den Saamen von allen den Kenntnissen ausgestreuet haben, womit nachge- hends dieses Reich so viele andre bereicherte. Dem Johannes Freins«- heim hatte die Kömgin Die Aufsicht über die Bibliotheken übertragen; er war ein Mann von ausgebreiteten Einsichten, und sezte sich daher bald in Vas grösten Ansehen. Conring genoß gleichfals ganz besondre Gnade. Daher es auch kein Wunder iff, daß er in der Vprrede zur ersten Aus­gabe