Ausgabe 
9.5.1769
 
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vnd ^lgchrichtett.

Entfernt vom städtischen Gedränge, -'-' Im Gatten meiner grösten Lust;

Schleich ich durch grüne Schatten-Gange, Und Anmuth strömt in meine Brust.

Die Nacht entreist nun meinen Blikken Der Blumen Felder schönste Pracht, Doch welch ein himmlisches Entzükkenl Schenkst du mir, du geliebte Nacht! ...

Nun strömt mir durch die dichten Aeste In dieser Laube, wo ich ruh, Auf leichten Flügeln lauer Weste Die Nachtviole Wollust zu.

Kennst du, geschmükte Dorimene, Dieß angenehme Kind der Nacht- Es ist nicht eine stolze Schöne, v r. In eitler Tulpen bunten Pracht.

' Nicht in der Sonnen heissen Sttahten, Haucht sie nur die Annehmlichkeit, Sie will nicht wie die andern prahlen, Und wartet auf die Dunkelheit.

Wenn Zephyr mit dem Abend spielet, Fröst sie uns ihre Wollust ein;

Ihr, die ihr diese Wollust fühlet, kernt von ihr Menschenfreunde ftyn.