Ausgabe 
9.5.1769
 
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184 Mesirsche wöchElich--AemMttnrzrge Anzeigen

der Haushaltung zu befreien. Ich rahte euch niemals daran zu gedenken. Sft sagte zu dem Kaufmann, zum Soldaten und Gelehrten; ich weis daß ihr mir viele Zuneigung bezeugt habt; allein ich glaube daß ihr deren zu­gleich nicht weniger, ihr zu dem Reichthum, ihr zur Ehre, und ihr zu -en Wissenschaften habt zu erkennen gegeben.

Jeder ist feiner Neigung, da er die meinige auf sich zu ziehen suchte, gefolget. Wenn ich mich einem von euch ergebe, so werden ihm bestän­dig Absichten auf andere Gegenstände übrig bleiben; einer wird sich mit der Vermehrung seines Vermögens, der andere mir seiner Beförderung indem Dienst, und der dritte mit seinem Zuwachs in den Wissenschaften abge­ben. Ich kann also keinem von euch hinlänglich seyn, mein Wunsch ge­het - dahin das Herz desjenigen zu erfüllen, welcher das meinige er­füllt.

Noch an demselbigen Tage sähe sie den Einsiedler. Ihr wartet lan­ge auf meinen Entschluß, sprach sie zu ihm; ich will mich endlich erklären Ihr wißt was eure Nebenbuhler gethan haben, meine Hand zu erhalten; sehet was sie waren, und was sie jezt sind. Was euch anbekrist, so seid chr noch ein und eben derselbigeder ihr gewesen seid.

Ich glaube den Grund davon einzusehen. Ihr seid gleichgültig ge­gen alle andre Dinge, und habt nur eine einige Leidenschaft: und ick bin der Gegenstand derselben. Ich allein kann euch glüklich machen. Nun Wotan! mein Giük sey das eurige. Ich will die Annehmlichkeiten eurer Einsamkei t mit euch theilen, und will mich bemühen sie zu vermehren.

rn.

Auch in der Dunkelheit gibts göttlich schöne Pflichten Und unbemerkt sie thun, Heist mehr als Held verrichten.

Gestern

Die Nncheviote.

Die Sonne ist von uns gewichen?

Doch mein Vergnügen nicht von mir?

Die graue Dämmrnng kämt geschlichen. Und mein Vergnügen kömt mit ihr.

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