Ausgabe 
9.5.1769
 
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skle Mittel hervor, wendetesich in alleTheile der Welk, und wurde einer Der reichsten in seinem Lande. Der Kriegsmann suchte Gelegenheit, und rhat sich bald hervor. Der Gelehrte verdoppelte ftine Bemühungen, mach­te Entdekkungen und wurde berühmt. Indessen stellte der ruhige seine Be­trachtungen an , und da er überzeugt war, daß er, wenn er in der Unempfindlichkeit bliebe, würde ausgeschlossen werden, so bemühte er sich seine Unempfindlichkeit zu überwinden. Die Güter welche er von feinem Vorfahren hatte, schienen ihm beträchtlich genug, er wolte sich nicht in Die Handlung mimischen, die Kriegsunruhen waren seiner natürlichen Nei­gung allzusehr zuwider, er wolte sich nicht zum Soldaten Stand beque­men; er hatte niemals gelesen als zu seinem Vergnügen, die Wissenschaf­ten schienen ihm der Mühe nicht welch,-welche, man sich um sie flieht; e< verlangte nicht gelehrt zu werden. Was solte er thun? Ich will wartens sagte er: Die Zeit wird Mich schon zu etwas führen. Also blieb er auf sei­nem Landhause, schnitte seine Bäume, las den Horaz, und besuchte von Zeit zu Zeit den einzigen Gegenstand, Meld) er feine Ruhe stöhrte. Bestän­dig in den Vorsaz etwas zu ergreifen, verstoß die Zeit, und er ergrifnichts: Der ungleiche Zeitpunkt nahet heran, sagte er zur Sophie; ihr wollt euch entschliessen, und gewiß es wird nicht zu meinem Vorteil seyn. . Es ist noch um einige Tage, so ist es um mich geschehen. Ihr Werder diese ruhi­ge Einsamkeit, Diese angenehmen Felder nicht verschönern, ihr werdet sie nicht durch eure Gegenwart beleben. Diese heitern Tage, welche ich mit euch in dem reinsten Vergnügen zuzübnngen gedachte, waren nur schmeichleri, sche Träume, womit die Liebe meine Sinnen vergnügte. -Ö Sophie! was die Leidenschaften erregt, und die Ruhe stört, hat mich nicht einnch- nTen können, mein Verlangen gche^einzig und allein aufeuch; und ich ver­liere eud) auf ewig!

Ihr seid alzu biAig gab ihm Mophie zur Antwort, als daß ihr es übel nehmen Met, wenn ich mich auf diejenige Seite wende, wo ich glau­ben werde meid Glük zu finden.

Die Zeit verfloß, und nicht ohne bleberlegung entschloß sich Sophie eine Wahl zu treffen. Sie sagte zu dem Verschwender; es sollte mir leid seyn, wenn ich das Ziel eures Aufwandes gewesen wäre: allein , was ihr um mich gethan habt, würdet ihr auch schon ohne von mir abzuhängen, ge- than haben, eure Neigung zur P^r'schwendung ist ausgemacht. Ihr habt einen Theil eures Vttchögens dürchgebradjt, eine Frau zu erhalten ; ihr würdet den andern auchdürchblitWnum euch von den Verdrieslichkeiten

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