Ausgabe 
9.5.1769
 
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ten Liebe; be spielten; andrefcmgenz« ihrer Musik ,unh noch andre tanztes Tanze welche die alten vor nicht so schön hielten, als die so in vorigen Zei­ten üblich gewesen waren. Sichest du, sagte mein Begleiter zu mir, jenes junge Frauenzimmer dort, aus dem Saale, welches mit einer lächelnden Miene dieses Schauspiel ansicht. Sle ist seit einigen Tagen verheiratet, und ihreutwegen ist dieses Fest angestellet worden. Sie Heist Sophie ; ist wie du stehest schön, hat Vermögen , Geschmak und was Mehr als alles andere ist, Verstand. Sie hat auf einmal fünf Liebhaber gehabt, keiner hatte auf ihr Herzeinen lebhaften Eindruk gemacht? feiner mißfiel ihr, sie wüste nicht welchem sie den Vorzug gönnen satte. /

Einstens sagte sie zu ihnen, ich bin noch jung und bin noch nicht ge­sonnen mich in dieses unzertrennliche Band, worein man sich niemals zu spat einläßt, zu begeben. Wenn meine Hand so viel werth ist als eure Bemühungen bezeugen, so bemüht euch ste zu verdienen; allein, so viet sage ich euch, ich werde meine Wahl eher nicht als. nach einigen Jahren anstellen-

Von denen fünf Liebhabern der Sophie war der erste nicht abgeneigt fein Vermögen durchzubringen. Die Weibspersonen, sagte er, sehen auf das äusserliche, ich will viel verschwenden und nichts sparen.

Der zweyte war sehr hauShältisch, und ein wenig zum Geiz geneigt. In Ansehung der Sophie welche gründlich denkt, sagte er, ist das Beste, daß man sich gefehlte zeige vieles Vermögen zu sammlen: ich wist mich in die Handlung Massen. Der- dritte hatte einen müntetn und hohen Geist.' Gewiß sagte er, Sophie welche edel denket, wird sich durch den Glanz tzer Ehre einnehmen lassen: ich will den Soldatenstand wehken. Der vier­te war ein Staats-Mann. Sophie sagte er, Kelche so viel Verstand hesizk, wird sich auf diejenige Sei^e lenkst wo sie dessen am mehrestm antrist: ich will,fortfahren den meswM zu verbesserst, und mich dahm be­streben mich unter denen Gelehrten hervor zir thun. Der fünfte war ein ruhiger Mann, welcher sich nicht vtek M die weltlichen Dinge bekümmerte, er wüste nicht was er Anfängen falte. Jeder folgte seinem Vorsaz, und folgke ihm mit einem Eifer, welchen nur die Liehe einflösen kann. Der Verschwender verschwendete den grösten Theil feines Vermögens tu Klei­dungen, in Kutschen und Pferden und Bedienten; er lies ein prächtiges Haus bauen, versähe es mit prächtigen Hausrath: hielt offene Ta«- ftk, gab Bälle, und veranstaltete" allerhand Lustbarkeiten, man sprach von nichts als von seiner Grosmuth und Pracht. Der Kaufmann suchte